Die Klavierspielerin (2001)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michael Haneke |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 131 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2001-09-05 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 6.200.000 $ |
| Einspielergebnis | 6.766.708 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (1.344 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Erika Kohut gibt Klavierunterricht am Konservatorium in Wien. Sie ist Anfang vierzig und lebt mit ihrer streng kontrollierenden Mutter zusammen, aus deren Umfeld sie manchmal flieht. Dann besucht sie Pornokinos oder Peepshows; Sexualität erlebt sie als Voyeuristin, ihr Leben spielt sich nicht in der Welt der anderen ab. Diese Ordnung hält, bis einer ihrer Studenten sich in den Kopf setzt, sie zu verführen. Zwischen Anziehung und Abstoßung wächst die Lust, und nach einem ersten missglückten Versuch der Annäherung führen beide das Spiel weiter, jeder allerdings nach seinen eigenen Regeln. Was daraus entsteht, ist ein Kampf. Der Stoff verlangt entsprechend eine nüchterne Betrachtung, weil hier Abhängigkeit, Kontrolle und Verletzung ineinandergreifen.
Entstehungsgeschichte
Die Regie lag bei Michael Haneke, herausgekommen ist der Film 2001. Zur Besetzung gehören Isabelle Huppert, Annie Girardot, Benoît Magimel und Susanne Lothar, im Kern also das Dreieck aus Lehrerin, Mutter und Student. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Drama und Liebesfilm, und diese Zuordnung ist bemerkenswert spannungsreich. Der Begriff Liebesfilm setzt eine Annäherung voraus, die hier zwar stattfindet, aber nicht auf Übereinkunft beruht, sondern auf Regeln, die jede Seite für sich aufstellt. Das Klavierspiel liefert dazu die passende Struktur: eine Kunst, die Disziplin, Wiederholung und die Unterordnung unter eine Vorgabe verlangt. Die Enge der Wohnung und die Enge des Übungsraums bilden dieselbe Anordnung ab.
Einordnung & Wirkung
7,3 von 10 aus über tausend Stimmen ist ein deutlich positiver Wert, der bei einem derart unbequemen Stoff eher für ein Publikum spricht, das gezielt zugreift, als für ein breites. 25 Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Film ein Beispiel für ein Drama, das seinem Publikum keine Erleichterung anbietet. Auffällig ist auch, dass die Figur nicht erklärt wird. Gezeigt wird eine Lebensform, keine Ursache, und Disziplin und Abhängigkeit scheinen sich darin gegenseitig zu stabilisieren.
Bilder








Besetzung & Stab
- Isabelle Huppert als Erika Kohut
- Annie Girardot als Erika's Mother
- Benoît Magimel als Walter Klemmer
- Susanne Lothar als Mme Schober
- Udo Samel als Dr. George Blonskij
- Anna Sigalevitch als Anna Schober
- Cornelia Köndgen als Mme Gerda Blonskij
- Thomas Weinhappel als Baritone
- Georg Friedrich als L'homme en voiture
- Philipp Heiss als Naprawnik
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Verfügbarkeit
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