Außer Atem (1960)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Luc Godard |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi, Liebesfilm |
| Laufzeit | 87 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1960-03-16 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 80.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (2.089 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Michel Poiccard stiehlt in Marseille ein Auto, wird auf der Landstraße von einem Polizisten angehalten und erschießt ihn. In Paris taucht er unter, treibt ausstehende Schulden ein und sucht Patricia — eine amerikanische Studentin, die auf der Champs-Élysées die "New York Herald Tribune" verkauft.
Er will mit ihr nach Italien, sie weiß nicht, ob sie ihn liebt. Der Film besteht über weite Strecken aus ihrem Gespräch in einem Hotelzimmer, während draußen die Fahndung läuft. Michel ahmt dabei Humphrey Bogart nach — er wischt sich mit dem Daumen über die Lippe, trägt Hut und Zigarette und lebt eine Rolle, die er aus Filmen kennt.
Entstehungsgeschichte
Es ist Jean-Luc Godards erster abendfüllender Film, erschienen am 16. März 1960.
Die Vorlage stammt von François Truffaut, der sie auf einen Zeitungsbericht von 1952 über Michel Portail stützte, der einen Motorradpolizisten getötet hatte. Truffaut und Claude Chabrol arbeiteten zunächst gemeinsam am Stoff, wurden sich über den Aufbau aber nicht einig.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in 23 Tagen im August und September 1959, aus der Hand und fast ohne künstliches Licht. Kameramann Raoul Coutard verwendete umgebautes Filmmaterial und entwickelte es auf 800 ASA hoch, um bei Tageslicht auskommen zu können. Godard schrieb Dialoge während der Dreharbeiten, die die Darsteller vorher nicht kannten.
Berühmt wurde der Film für seine Sprungschnitte — Bilder, aus denen mitten in der Bewegung Stücke fehlen. Sie waren nicht geplant: Nach Aussage von Pierre Rissient entstanden sie erst in der Montage, durch Cutterin Cécile Decugis und Coutard. Kritiker haben sie später als Ausdruck der Bedeutungslosigkeit des Zeitraums zwischen moralischen Entscheidungen gedeutet.
Einordnung & Wirkung
Über 2 Millionen Franzosen sahen den Film. Er gewann den Prix Jean Vigo und in Berlin den Silbernen Bären für die beste Regie.
Roger Ebert urteilte, seit "Citizen Kane" sei kein Erstlingswerk so einflussreich gewesen.
Gemeinsam mit Truffauts "Sie küssten und sie schlugen ihn" gilt er als Ausgangspunkt der Nouvelle Vague — jener Bewegung, die das Kino aus dem Studio auf die Straße holte und deren Mittel bis heute in Gebrauch sind.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean-Paul Belmondo als Michel Poiccard / László Kovács
- Jean Seberg als Patricia Franchini
- Daniel Boulanger als Police Inspector Vital
- Henri-Jacques Huet als Antonio Berrutti
- Roger Hanin als Carl Zubart
- Van Doude als American Journalist, Patricia's Friend
- Claude Mansard als Claudius Mansard
- Liliane Dreyfus als Liliane / Minouche
- Michel Fabre als Police Inspector #2
- Jean-Pierre Melville als Parvulesco the Writer
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Verfügbarkeit
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