Die Verachtung (1963)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Luc Godard |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1963-10-29 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 900.000 $ |
| Einspielergebnis | 528.428 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (992 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Filmdreh liefert den Rahmen: Der Regisseur Fritz Lang inszeniert für den Produzenten Jeremy Prokosch einen Film über den griechischen Helden Odysseus. Der junge Autor Paul Javal wird engagiert, um das Drehbuch umzuschreiben. Nach einer ersten Besprechung lädt Prokosch ihn und seine Frau Camille in seine Villa ein; Prokosch zeigt deutliches Interesse an Camille und lässt nichts unversucht, um sie nach Hause zu fahren. Paul hat nichts dagegen, im Gegenteil, er besteht darauf, dass sie das Angebot annimmt. Camille zieht daraus ihren Schluss: Ihrem Mann gehe es allein um die Karriere, und dafür verkupple er sie. In einem Brief legt sie ihm ihre Verachtung unmissverständlich dar. Zu einer Aussprache soll es nicht mehr kommen.
Entstehungsgeschichte
Jean-Luc Godard inszenierte den Film, der 1963 erschien. Brigitte Bardot und Michel Piccoli spielen das Ehepaar, Jack Palance den Produzenten, Giorgia Moll gehört ebenfalls zur Besetzung. Die Freigabe wurde ab 6 Jahren erteilt. Der englische Titel lautet Contempt.
Hinter den Kulissen
Drama und Liebesfilm, und die Verbindung ist präzise: Erzählt wird das Auseinanderbrechen einer Ehe, nicht ihr Beginn. Bemerkenswert ist die Anlage als Film im Film — die Arbeit an einem Stoff über Odysseus läuft parallel zu einer Beziehung, die sich in wenigen Tagen auflöst. Der entscheidende Vorgang ist dabei ein Missverständnis, das keiner der Beteiligten ausräumt: Eine Geste wird gedeutet, die Deutung wird zur Gewissheit, die Gewissheit zur Verachtung. Dass Camille sie schriftlich festhält, verschließt den Weg zurück endgültig.
Einordnung & Wirkung
7,0 von 10 bei einigen hundert abgegebenen Stimmen ist ein deutlich positives Urteil, getragen von einer Stimmenzahl, die eher auf ein spezialisiertes Publikum hindeutet. 63 Jahre liegen zwischen Erscheinen und Gegenwart; entsprechend gehört der Film einer Zeit an, deren Erzählweisen sich von heutigen unterscheiden. Innerhalb des Beziehungsdramas nimmt er die seltene Position ein, den Zerfall nicht durch ein Ereignis zu erklären, sondern durch eine Auslegung.
Bilder








Besetzung & Stab
- Brigitte Bardot als Camille Javal
- Michel Piccoli als Paul Javal
- Jack Palance als Jeremy Prokosch
- Giorgia Moll als Francesca Vanini
- Fritz Lang als Fritz Lang
- Raoul Coutard als Cameraman
- Jean-Luc Godard als Lang's Assistant Director
- Linda Veras als Sirene
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Verfügbarkeit
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