Masculin - Feminin oder: Die Kinder von Marx und Coca Cola (1966)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Luc Godard |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1966-03-22 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (433 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Paul ist 21 Jahre alt und hat gerade seinen Militärdienst beendet. Nun sucht er Arbeit. In einem Café trifft er seinen Freund Robert, einen linken Aktivisten. Am Nebentisch sitzen Madeleine, Élisabeth und Catherine. Madeleine möchte Sängerin werden und steht kurz davor, eine Platte aufzunehmen. Élisabeth, weniger selbstsicher, beneidet sie insgeheim.
Madeleine verschafft Paul eine Stelle bei „Salut les copains“. Paul verliebt sich in sie, doch Madeleine denkt vor allem an den beginnenden Erfolg ihrer Platte. Élisabeth wiederum verzehrt sich in stiller Liebe zu Paul. Gleichzeitig lässt er sich immer stärker von politischem Engagement mitreißen. Seine Unzufriedenheit aber bleibt bestehen und zermürbt ihn zunehmend, ganz gleich, wohin er sich wendet.
Entstehungsgeschichte
Jean-Luc Godard ist der Regisseur dieses Films von 1966. Jean-Pierre Léaud, Chantal Goya, Marlène Jobert und Michel Debord gehören zur Besetzung. Der deutsche Titel „Masculin – Feminin oder: Die Kinder von Marx und Coca Cola“ fasst bereits zusammen, worum es geht: um eine junge Generation zwischen politischer Überzeugung und Konsumkultur.
Hinter den Kulissen
Als Drama und Liebesfilm verbindet der Titel zwei Ebenen. Da ist einerseits die private Verwirrung von Zuneigung, Eifersucht und unerwiderter Liebe. Andererseits steht die Frage, wie junge Menschen ihren Platz in der Gesellschaft finden, zwischen Arbeitssuche, Karrierewünschen und Aktivismus.
Die Figurenkonstellation ist bezeichnend. Paul schwankt zwischen Politik und Liebe, Madeleine setzt auf den Erfolg als Sängerin, Élisabeth bleibt in ihrer stummen Zuneigung gefangen. Der deutsche Titel mit seinem Gegensatzpaar aus Marx und Coca Cola benennt die Spannung, in der sich diese Figuren bewegen, und macht aus einer Liebesgeschichte ein Gruppenbild.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung liegt bei 7,2 von 10 und damit im guten Bereich. Einige hundert Stimmen tragen dieses Urteil, eine Masse ist das nicht, eine klare Tendenz aber schon. Seit dem Erscheinen sind 60 Jahre vergangen.
Im Feld des Liebesdramas nimmt der Film eine eigenwillige Position ein, weil er Gefühle stets mit gesellschaftlichen Fragen verknüpft. Wer sich für Filme interessiert, die eine Generation in ihrer Zerrissenheit beobachten, findet hier ein Porträt voller Widersprüche, das keine einfachen Antworten anbietet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean-Pierre Léaud als Paul
- Chantal Goya als Madeleine Zimmer
- Marlène Jobert als Élisabeth Choquet
- Michel Debord als Robert Packard
- Catherine-Isabelle Duport als Catherine-Isabelle
- Evabritt Strandberg als She (Woman in the Film)
- Birger Malmsten als He (Man in the Film)
- Yves Afonso als Man Who Kills Himself (uncredited)
- Henri Attal als The Other Porn Book Reader (uncredited)
- Mickey Baker als Record Producer (uncredited)
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Verfügbarkeit
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