WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf (2008)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Andrew Stanton |
|---|---|
| Genre | Animation, Familie, Science Fiction |
| Laufzeit | 98 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2008-06-26 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 180.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 521.311.860 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,1 (20.878 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Die Erde ist unter Müll begraben und seit Jahrhunderten unbewohnbar. Zurückgeblieben ist ein einzelner Reinigungsroboter, WALL·E, der Abfall zu Würfeln presst und stapelt. Er hat über die Zeit eine Persönlichkeit entwickelt: Er sammelt Fundstücke, sieht abends dasselbe Musical auf einer alten Videokassette und ist allein.
Als eine Sonde namens EVE landet, um nach Pflanzenwachstum zu suchen, folgt er ihr ins All — auf ein Raumschiff, auf dem die Menschheit seit siebenhundert Jahren in Liegesesseln durch den Weltraum treibt, vollständig versorgt und körperlich verkümmert. Die ersten vierzig Minuten des Films kommen fast ohne Sprache aus.
Entstehungsgeschichte
Die Grundidee entstand bereits 1994 bei einem Mittagessen, bei dem Andrew Stanton, John Lasseter und andere die Stoffe skizzierten, aus denen später "Das große Krabbeln", "Das Leben des Brian" und "Die Monster AG" wurden. Die Frage lautete: Was, wenn die Menschheit die Erde verlässt und vergisst, einen Roboter abzuschalten?
Stanton verfolgte den Stoff über ein Jahrzehnt weiter. Die zentrale Vorgabe war, dass die Hauptfiguren nicht sprechen dürfen — die Verständigung sollte über Geräusche, Bewegung und die Ausrichtung der Augen laufen. Für den Klang holte Pixar Ben Burtt, der bei "Krieg der Sterne" R2-D2 entwickelt hatte.
Hinter den Kulissen
Um die Bildsprache eines realen Films zu erreichen, ließ Pixar den Kameramann Roger Deakins als Berater kommen. Das Team simulierte daraufhin optische Eigenschaften echter Objektive: Linsenfehler, Unschärfen, Lichtreflexe, sogar leichte Fehlfokussierungen — die virtuelle Kamera verhält sich, als würde sie von einer Person geführt, die nicht alles vorher weiß.
Burtt erzeugte WALL·Es Stimme, indem er Aufnahmen seiner eigenen Stimme durch analoge Geräte schickte; die Geräusche entstanden überwiegend aus realen Quellen statt aus Synthesizern. Die Sequenzen auf der Erde sind bewusst warm und körnig gehalten, die auf dem Raumschiff steril und gleichmäßig ausgeleuchtet.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann den Oscar als bester Animationsfilm und war in fünf weiteren Kategorien nominiert, darunter für das beste Originaldrehbuch — für einen Film, dessen erste Hälfte kaum Dialog enthält, eine bemerkenswerte Nominierung. Weltweit spielte er rund 520 Millionen Dollar ein.
Er gilt als der formal mutigste Film des Studios: ein Familienfilm ohne Sprache, mit einer Gesellschaftskritik, die Konsum, Automatisierung und körperlichen Verfall unmittelbar zeigt. Kritik kam vor allem von jenen, die die Darstellung der übergewichtigen Menschen an Bord als herablassend empfanden. Die Bildlösung der ersten Filmhälfte — Erzählen über Handlung statt über Erklärung — wird seither regelmäßig als Musterbeispiel angeführt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ben Burtt als WALL·E / M-O (voice)
- Elissa Knight als EVE (voice)
- Jeff Garlin als Captain (voice)
- Fred Willard als Shelby Forthright, BnL CEO
- John Ratzenberger als John (voice)
- Kathy Najimy als Mary (voice)
- Sigourney Weaver als Ship's Computer (voice)
- Lori Alan als Additional Voices (voice)
- Bob Bergen als Additional Voices (voice)
- John Cygan als Additional Voices (voice)
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Verfügbarkeit
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