Chihiros Reise ins Zauberland (2001)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Hayao Miyazaki |
|---|---|
| Genre | Animation, Familie, Fantasy |
| Laufzeit | 125 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2001-07-20 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 19.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 274.925.095 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,5 (18.922 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Die zehnjährige Chihiro zieht mit ihren Eltern um und ist schlecht gelaunt. Auf dem Weg verfahren sie sich und finden einen Tunnel, hinter dem eine verlassene Anlage mit leeren Essensständen liegt. Die Eltern essen davon und verwandeln sich in Schweine.
Chihiro bleibt allein in einer Welt zurück, die nachts erwacht: ein riesiges Badehaus für Götter und Geister, geführt von der Hexe Yubaba. Um zu überleben, muss Chihiro dort arbeiten und gibt dafür ihren Namen ab — wer seinen Namen vergisst, findet nicht mehr zurück. Der Film folgt ihr durch diese Arbeitswelt, ohne einen Bösewicht zu benennen, den man besiegen könnte.
Entstehungsgeschichte
Hayao Miyazaki entwickelte den Stoff für die zehnjährige Tochter eines Freundes, weil er in den Filmen für dieses Alter keine Figuren fand, mit denen sie sich hätte identifizieren können — die üblichen Heldinnen seien entweder Prinzessinnen oder Kämpferinnen, aber keine normalen Kinder.
Das Badehaus geht auf einen realen Bautypus zurück; Miyazaki besuchte für die Recherche unter anderem ein Freilichtmuseum mit historischen Gebäuden. Die Geisterwelt speist sich aus der shintoistischen Vorstellung, dass Orte und Gegenstände beseelt sind. Der Gesichtslose, eine der bekanntesten Figuren, war ursprünglich nicht vorgesehen und kam während der Produktion dazu, als die Handlung eine Ergänzung brauchte.
Hinter den Kulissen
Studio Ghibli arbeitete überwiegend mit Handzeichnung; digitale Technik kam ergänzend zum Einsatz, etwa für Wasser und einzelne Kamerabewegungen. Der Film enthält über 110.000 Einzelzeichnungen.
Miyazaki arbeitet ohne fertiges Drehbuch: Er zeichnet Storyboards fortlaufend, während die Produktion bereits läuft, sodass bei Drehbeginn niemand den Ausgang kennt. Bei diesem Film führte das dazu, dass die geplante Länge deutlich überschritten wurde und Handlungsstränge gestrichen werden mussten. Joe Hisaishi komponierte die Musik, wie bei fast allen Ghibli-Filmen. Für die internationale Fassung übernahm Pixars John Lasseter die Betreuung der englischen Synchronisation und setzte durch, dass nichts geschnitten wurde.
Einordnung & Wirkung
"Chihiros Reise ins Zauberland" gewann den Oscar als bester Animationsfilm — als bis heute einziger nicht englischsprachiger und handgezeichneter Film in dieser Kategorie — sowie den Goldenen Bären in Berlin. In Japan war er über Jahre der erfolgreichste Film aller Zeiten.
Er machte Studio Ghibli international bekannt und veränderte die westliche Wahrnehmung des japanischen Animationsfilms grundlegend: Anime galt zuvor überwiegend als Nischen- oder Kinderprogramm. Miyazakis Verzicht auf einen eindeutigen Gegner, auf Erklärungen und auf ein Erlösungsversprechen wird bis heute als Gegenmodell zur amerikanischen Erzähltradition diskutiert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Rumi Hiiragi als Chihiro (voice)
- Miyu Irino als Haku (voice)
- Mari Natsuki als Yubaba / Zeniba (voice)
- Takashi Naito als Father (voice)
- Yasuko Sawaguchi als Mother (voice)
- Tatsuya Gashuin als Aogaeru (voice)
- Ryunosuke Kamiki als Boh (voice)
- Yumi Tamai als Rin (voice)
- Yo Oizumi als Bandai Frog (voice)
- Koba Hayashi als River Spirit (voice)
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Verfügbarkeit
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