Songs From The Second Floor (2000)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roy Andersson |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 98 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2000-10-06 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 80.334 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (324 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Mann steht in einem U-Bahn-Wagen, das Gesicht rußverschmiert, in der rechten Hand eine Plastiktüte mit Dokumenten, genauer gesagt mit deren verkohlten Resten. In einem Korridor klammert sich ein anderer verzweifelt an die Beine seines Chefs, der ihn gerade entlassen hat. In einem Café wartet ein junger Mann auf seinen Vater, der soeben seine eigene Möbelfirma angezündet hat, um an das Versicherungsgeld zu kommen.
Draußen verstopfen Staus die Straßen, und Börsianer, die sich selbst geißeln, blockieren den Weg. Ein Wirtschaftswissenschaftler blickt in eine Kristallkugel, in der Hoffnung, eine Lösung für steigende Lohnkosten zu finden. Alle sind unterwegs, alle scheinen irgendwohin zu wollen. Doch wohin und wozu, das ist längst verloren gegangen.
Entstehungsgeschichte
Roy Andersson verantwortet die Regie dieses Films, der im Jahr 2000 erschien. Zur Besetzung gehören Lars Nordh, Stefan Larsson, Bengt C.W. Carlsson und Torbjörn Fahlström. Auch im deutschsprachigen Raum trägt der Film den Titel „Songs From The Second Floor“. Die Freigabe ab 16 Jahren passt zu seinem oft beklemmenden Ton.
Hinter den Kulissen
Drama und Komödie verschränken sich hier auf eigentümliche Weise. Die einzelnen Situationen sind für sich genommen verzweifelt, von der Entlassung über den Versicherungsbetrug bis zur Ratlosigkeit der Wirtschaftsexperten, und doch rückt die Anlage sie so nah ans Absurde, dass eine komische Wirkung entsteht. Das Lachen bleibt dabei stets mit Unbehagen verbunden.
Auffällig ist die Erzählform. Statt einer durchgehenden Handlung reihen sich einzelne Szenen aneinander, verbunden weniger durch eine Geschichte als durch eine gemeinsame Stimmung. Keine einzelne Figur steht im Vordergrund, im Mittelpunkt steht vielmehr eine Gesellschaft, die in Bewegung ist, ohne ein Ziel zu kennen. Arbeit, Geld und wirtschaftliche Zwänge tauchen immer wieder als Motive auf, oft in grotesker Zuspitzung.
Einordnung & Wirkung
Eine Durchschnittsbewertung von 7,0 von 10 zeigt deutliche Anerkennung, auch wenn sie auf erst einigen hundert Stimmen beruht. Für einen Film, der sich gewohnten Erzählmustern verweigert, ist das ein beachtlich positives Ergebnis.
26 Jahre nach seinem Erscheinen bleibt der Film ein Beispiel für ein Kino, das in lose verbundenen Bildern von Orientierungslosigkeit erzählt. Die Frage nach Sinn und Ziel inmitten von Hektik und wirtschaftlichem Druck bildet den roten Faden, der die Szenen zusammenhält.
Bilder








Besetzung & Stab
- Lars Nordh als Kalle
- Stefan Larsson als Stefan
- Bengt C.W. Carlsson als Lennart
- Torbjörn Fahlström als Pelle Wigert
- Sten Andersson als Lasse
- Rolando Núñez als The foreigner
- Lucio Vucina als The magician
- Per Jörnelius als The sawed man
- Peter Roth als Tomas
- Klas-Gösta Olsson als The speechwriter
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Verfügbarkeit
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