Über die Unendlichkeit (2019)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roy Andersson |
|---|---|
| Genre | Drama, Fantasy, Komödie |
| Laufzeit | 76 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2019-11-15 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 4.700.000 $ |
| Einspielergebnis | 434.977 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (233 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Eine Erzählstimme, sanft und beinahe wie aus einer Scheherazade-Geschichte, führt durch eine Folge loser Momentaufnahmen menschlichen Daseins. Ein Liebespaar schwebt über einer vom Krieg gezeichneten Stadt. Ein Vater bindet seiner Tochter im strömenden Regen auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier die Schuhe. Jugendliche tanzen vor einem Café, eine geschlagene Armee zieht in ein Gefangenenlager. Große geschichtliche Einschnitte und beiläufige Alltagsgesten stehen nebeneinander, ohne dass eines dem anderen übergeordnet wird. Ein roter Faden im klassischen Sinn fehlt bewusst – stattdessen entsteht ein Nebeneinander von Bildern, das Schönheit und Grausamkeit, Erhabenheit und Banalität gleichermaßen zeigt.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 2019 und wurde von Roy Andersson inszeniert. Zur Besetzung gehören Jan-Eje Ferling, Kristina Ekmark, Martin Serner und Bengt Bergius. Freigegeben ist er ab 12 Jahren. Es handelt sich um ein abendfüllendes Werk, das Drama, Fantasy und Komödie miteinander verbindet.
Hinter den Kulissen
Dass drei so unterschiedliche Genres zusammenkommen, verweist auf die Anlage der Erzählung: Traumhafte, fast surreale Bilder – ein schwebendes Paar, eine allwissende Erzählerin – treffen auf nüchterne, teils bittere Alltagsszenen und auf Momente, die durch ihre schlichte Beobachtung komisch wirken. Die Beschreibung als Kaleidoskop des Menschlichen macht deutlich, dass hier nicht eine einzelne Figur im Zentrum steht, sondern eine Vielzahl kurzer, in sich geschlossener Episoden, die durch Ton und Perspektive der Erzählstimme zusammengehalten werden. Historische Gewalt und private Kleinigkeiten werden bewusst auf eine Stufe gestellt, was dem Film eine meditative, fast lyrische Qualität verleiht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,5 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im mittleren Bereich – ein Hinweis darauf, dass sein fragmentarischer, unaufgeregter Stil nicht bei allen gleich ankommt. Seit der Veröffentlichung sind mittlerweile sechs Jahre vergangen. Innerhalb der Kombination aus Drama, Fantasy und Komödie nimmt er eine eigenwillige Stellung ein, da er auf klassische Handlungsbögen verzichtet und stattdessen auf die Wirkung einzelner, sorgfältig komponierter Bildmomente setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jan-Eje Ferling als Man at the Stairs
- Kristina Ekmark als Marketing director
- Martin Serner als Priest
- Bengt Bergius als Psychiatrist
- Anja Broms als Secretary
- Magnus Wallgren als Adolf Hitler
- Lisa Blohm als Champagne-lover
- Tatiana Delaunay als Flying Woman
- Anders Hellström als Flying Man
- Thore Flygel als Dentist
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Verfügbarkeit
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