Solaris (1972)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Andrei Tarkowski |
|---|---|
| Genre | Drama, Science Fiction, Mystery |
| Laufzeit | 167 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1972-03-20 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (1.902 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Psychologe Kris Kelvin wird zu einer Raumstation geschickt, die den Planeten Solaris umkreist. Die Forschung dort ist zum Erliegen gekommen, die verbliebene Besatzung verhält sich unerklärlich.
Der Ozean, der den Planeten bedeckt, erweist sich als denkendes Wesen. Er liest die Erinnerungen der Menschen und macht daraus leibhaftige Gestalten. Kelvin begegnet seiner Frau Hari, die sich Jahre zuvor das Leben genommen hat. Sie ist keine Erinnerung mehr, sondern entwickelt ein eigenes Bewusstsein — und die Frage, was sie ist, lässt sich nicht mehr beantworten.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Andrei Tarkowski, das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Friedrich Gorenstein nach dem Roman von Stanisław Lem aus dem Jahr 1961.
Tarkowski beendete das Manuskript im Juni 1969 und begann im März 1971 zu drehen. Das Budget betrug 900.000 Rubel; es war sein erster Farbfilm.
Donatas Banionis spielt Kelvin, Natalja Bondartschuk seine Frau Hari, Jüri Järvet und Anatoli Solonizyn die beiden verbliebenen Wissenschaftler.
Hinter den Kulissen
Tarkowski stellte dem Roman einen langen Vorspann auf der Erde voran und änderte den Schluss erheblich. Für die Stadtaufnahmen wurde in Tokio gedreht.
Stanisław Lem blieb zeitlebens unzufrieden mit der Verfilmung. Tarkowski wiederum bedauerte später, die Science-Fiction-Anteile zu stark betont zu haben.
Die sowjetische Zensur verlangte Kürzungen der langen Erdszenen sowie die Streichung religiöser und erotischer Andeutungen; Tarkowski änderte nur wenig.
Ein wiederkehrendes Bildmotiv ist Pieter Bruegels "Jäger im Schnee" — der kulturelle Besitz, den der Mensch mit ins All nimmt.
Einordnung & Wirkung
In Cannes gewann der Film 1972 den Großen Preis der Jury und den FIPRESCI-Preis.
Das Lexikon des internationalen Films würdigte ihn als glänzende Auseinandersetzung mit zentralen Fragen des Menschen und als Kritik am Fortschrittsglauben. Andere Stimmen hielten den gedanklichen Gehalt für überholte Romantik.
Eine westdeutsche Synchronfassung entstand 1979, eine ostdeutsche 1989.
Bilder








Besetzung & Stab
- Natalya Bondarchuk als Hari
- Donatas Banionis als Kris Kelvin
- Jüri Järvet als Dr. Snaut
- Vladislav Dvorzhetsky als Henri Berton
- Mykola Hrynko als Kelvin's Father
- Anatoliy Solonitsyn als Dr. Sartorius
- Olga Barnet als Kelvin's Mother
- Vitalik Kerdimun als Henri Berton's Son
- Olga Kizilova als Guest of Dr. Gibarian
- Tatyana Malykh als Kris Kelvin's Niece
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Verfügbarkeit
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