Iwans Kindheit (1962)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Andrei Tarkowski |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1962-05-09 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (861 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Mittelpunkt steht der erst zwölfjährige Iwan Bondarow. Sein Vater fiel bereits zu Beginn des Zweiten Weltkrieges als Grenzsoldat, seine Mutter und seine kleine Schwester wurden umgebracht; Iwan selbst konnte nur mit viel Glück aus dem deutschen Todeslager fliehen. Seitdem verfolgen ihn Träume, die mit schönen Kindheits-Erinnerungen beginnen und in schreckliche Alpträume münden. An der Ukrainefront riskiert der Waisenjunge als Späher für die Rote Armee bei jedem Einsatz sein Leben. Ein ihm nahestehender Vorgesetzter will ihn ins sicherere Hinterland auf eine Militärakademie schicken, doch diesen Befehl verweigert Iwan: Er möchte weiter Rache nehmen an jenen, die ihm die Familie nahmen und ihn letztlich um seine Kindheit betrogen. Schließlich gibt der Vorgesetzte nach – eine Entscheidung, die sich als tragisch herausstellen soll.
Entstehungsgeschichte
Andrei Tarkowski führte Regie bei dem Film, der 1962 erschien. Die Besetzung führt Николай Бурляев an, neben ihm sind Валентин Зубков, Евгений Жариков und Степан Крылов zu sehen. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Drama und Kriegsfilm treffen hier auf eine Erzählform, die zwischen beiden nicht trennt: Wach-, Alp- und Wunschträume des Jungen verschmelzen mit realistischen Kriegsszenen und Dokumentaraufnahmen zu einer Einheit. Damit ist die Kindheit, die der Titel nennt, nicht als Vorgeschichte ausgelagert, sondern läuft im Film selbst mit – sie ist der Maßstab, an dem sich das Gezeigte misst. Dass ein Zwölfjähriger die Hauptfigur ist und zugleich militärische Aufgaben übernimmt, hält den Widerspruch, um den es geht, in jeder Szene präsent. Die Rache erscheint dabei nicht als Antrieb einer Heldenfigur, sondern als das, was von einem Kind übrig geblieben ist.
Einordnung & Wirkung
Einige hundert abgegebene Stimmen ergeben eine Durchschnittsbewertung von 7,8 von 10 – einer der hohen Werte, die bei dieser Größenordnung an Beteiligung erreicht werden. 64 Jahre nach dem Erscheinungsjahr ist der Film ein früher Beleg dafür, dass sich vom Krieg auch ohne Schlachtenpanorama erzählen lässt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Nikolay Burlyaev als Ivan
- Valentin Zubkov als Kholin
- Yevgeni Zharikov als Galtsev
- Stepan Krylov als Katasonov
- Mykola Hrynko als Gryaznov
- Dmytro Milyutenko als Old Man
- Valentina Malyavina als Masha
- Irma Raush als Ivan's Mother
- Andrei Konchalovsky als Soldier with Glasses
- Ivan Savkin
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Verfügbarkeit
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