Romanzo di una strage (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Marco Tullio Giordana |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi, Mystery, Historie |
| Laufzeit | 129 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-03-30 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (244 Stimmen) |
Worum es geht
Mailand, 12. Dezember 1969, 16.37 Uhr: Eine Explosion zerreißt die Filiale der Banca Nazionale dell'Agricoltura an der Piazza Fontana, voll mit Kunden. Siebzehn Menschen sterben, achtundachtzig werden schwer verletzt. Zur selben Zeit detonieren in Rom drei weitere Bomben, in Mailand wird ein weiterer, nicht explodierter Sprengsatz gefunden. Dass ein umstürzlerischer Plan dahintersteckt, scheint offensichtlich. Die Mailänder Polizei verfolgt zunächst die Spur anarchistischer Kreise, doch es dauert Monate, bis sich eine Verschwörung abzeichnet, die neonazistische Milieus in Venetien mit abgedrifteten Teilen der Geheimdienste verknüpft. Der Anschlag markiert den Beginn einer langen Phase von Attentaten und Gewalt. Über 33 Jahre ziehen sich verschiedene Prozesse an unterschiedlichen Orten, mit Urteilen, die sich gegenseitig widersprechen.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 2012 und wurde von Marco Tullio Giordana inszeniert. In den Hauptrollen sind Valerio Mastandrea, Pierfrancesco Favino, Michela Cescon und Laura Chiatti zu sehen. Er ist als Spielfilm angelegt, der Drama, Krimi, Mystery und historische Elemente miteinander verbindet.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Krimi und Mystery mit historischem Drama verweist auf eine Erzählweise, die sich nicht auf eine einfache Tathergangsrekonstruktion beschränkt, sondern die Ungewissheit und die widersprüchlichen Ermittlungsstränge selbst zum Thema macht. Dass am Ende alle Angeklagten freigesprochen werden und die italienische Justiz keine Schuldigen benennt, prägt die Anlage des Stoffes: Es geht weniger um Auflösung als um das Nachzeichnen eines Verfahrens, das über drei Jahrzehnte ohne klares Ergebnis bleibt. Die Besetzung mit mehreren erfahrenen Darstellern in zentralen Rollen deutet auf ein Ensemble hin, das verschiedene Perspektiven auf die Ereignisse abbildet, von Ermittlern bis zu Verdächtigten.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im oberen Mittelfeld dessen, was ein historisch verankertes Krimidrama an Publikumszuspruch erreichen kann. Seit dem Erscheinungsjahr 2012 sind mehr als ein Jahrzehnt vergangen, ohne dass sich an der Einschätzung offenbar viel verändert hätte. Innerhalb des Genres historischer Politthriller mit ungelöstem Ausgang steht der Titel für eine Erzählform, die sich bewusst der Ambiguität eines realen, juristisch nie abgeschlossenen Falls stellt.
Bilder


Besetzung & Stab
- Valerio Mastandrea als Luigi Calabresi
- Pierfrancesco Favino als Giuseppe Pinelli
- Michela Cescon als Licia Pinelli
- Laura Chiatti als Gemma Calabresi
- Fabrizio Gifuni als Aldo Moro
- Luigi Lo Cascio als Ugo Paolillo
- Giorgio Colangeli als Federico Umberto D'Amato
- Omero Antonutti als Giuseppe Saragat
- Thomas Trabacchi als Marco Nozza
- Giorgio Tirabassi als Il Professore
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Verfügbarkeit
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