Roger und ich (1989)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michael Moore |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm, Historie, Komödie |
| Laufzeit | 91 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1989-09-01 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 160.000 $ |
| Einspielergebnis | 6.706.368 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (326 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Flint ist eine Stadt, die fast vollständig an einem einzigen Arbeitgeber hängt: General Motors. Als der Vorstandsvorsitzende Roger Smith in den Achtzigerjahren elf Fabriken aus Flint nach Mexiko verlagert, stehen 30.000 Arbeiter auf der Straße. Damit bricht einem ganzen Gemeinwesen die Grundlage weg, auf der es bislang gestanden hat.
Die Stadt versucht gegenzusteuern. Andere Industrien sollen sich ansiedeln, ein vielfältiges kulturelles Angebot soll Touristen nach Flint holen. Doch die Versuche verpuffen, und die Stadt rutscht immer weiter ab, bis sie zur unattraktivsten Stadt der USA geworden ist, gezeichnet von einer extrem hohen Verbrechensrate. Kaum jemand hat in dieser Lage so viel zu tun wie der örtliche Marshal, der eine Zwangsräumung nach der anderen vollstrecken muss.
Entstehungsgeschichte
Michael Moore hat diesen Dokumentarfilm aus dem Jahr 1989 inszeniert, der im Original „Roger & Me“ heißt. Moore steht dabei nicht nur hinter dem Projekt, sondern führt auch die Besetzung an. Neben ihm erscheinen Rhonda Britton und Fred Ross, außerdem Roger B. Smith, jener Konzernchef, dessen Entscheidung den Ausgangspunkt des Films bildet. Schon der Titel stellt beide Männer nebeneinander und kündigt damit ein persönliches Gegenüber an: hier der Mann an der Spitze des Konzerns, dort der Filmemacher selbst. Für ein Publikum ab 12 Jahren ist der Film freigegeben.
Hinter den Kulissen
Aufschlussreich ist die Mischung der Genres. Ein Dokumentarfilm über Werksschließungen und Massenentlassungen würde man zunächst als ernste Chronik erwarten, hier tritt jedoch die Komödie hinzu. Das spricht für einen Blick, der den Niedergang einer Industriestadt nicht nur festhält, sondern auch mit Ironie und Zuspitzung begleitet. Die Einordnung als Historie ergibt sich aus dem Gegenstand: Erzählt wird von einer wirtschaftlichen Umwälzung der Achtzigerjahre und ihren Folgen für die Menschen vor Ort.
Dass ausgerechnet der Marshal mit seinen Räumungen zur Schlüsselfigur wird, zeigt, wie der Film arbeitet. Große Konzernentscheidungen werden an ihren sichtbaren Folgen im Alltag gemessen, an Menschen, die ihr Zuhause verlieren.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,1 von 10 fällt die Bewertung klar positiv aus. Die Grundlage bilden allerdings erst wenige hundert Stimmen, das Urteil stützt sich also auf ein überschaubares Publikum. 37 Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Film ein Zeitdokument über eine Stadt im Strukturwandel. Innerhalb des Dokumentarfilms steht er für eine persönliche, zugespitzte Form, die gesellschaftliche Verhältnisse über die Perspektive des Filmemachers erzählt und dabei den Humor nicht scheut.
Bilder



Besetzung & Stab
- Michael Moore als Self
- Rhonda Britton als Self
- Fred Ross als Self
- Roger B. Smith als Self
- Bob Eubanks als Self
- James Blanchard als Self
- Kaye Lani Rae Rafko Wilson als Self
- Pat Boone als Self
- Anita Bryant als Self
- Ronald Reagan als Self (archive footage)
Weitere Filme von Michael Moore
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.