MovieMatch
Das Leben ist schön

Das Leben ist schön (1997)

⭐ 8,4 · 1997 · Komödie, Drama
Zur Watchlist hinzufügen

Kurzüberblick

RegieRoberto Benigni
GenreKomödie, Drama
Laufzeit116 Minuten
Erscheinungsdatum1997-12-20
AltersfreigabeFSK 6
Budget20.000.000 $
Einspielergebnis230.098.753 $
TMDB-Bewertung8,4 (14.251 Stimmen)

Trailer

Worum es geht

Guido Orefice kommt 1939 in eine toskanische Kleinstadt, will eine Buchhandlung eröffnen und verliebt sich in die Lehrerin Dora, die einem faschistischen Beamten versprochen ist. Die erste Filmhälfte ist eine Liebeskomödie mit Slapstick, in der die Rassengesetze zunächst nur am Rand auftauchen — als bemalte Schaufenster, als absurder Schulvortrag.

Dann werden Guido, sein Sohn Giosuè und sein Onkel deportiert; Dora, die keine Jüdin ist, steigt freiwillig in denselben Zug. Im Lager erklärt Guido seinem fünfjährigen Sohn, das Ganze sei ein Spiel: Wer tausend Punkte sammelt, gewinnt einen echten Panzer. Der Film erzählt, was ein Vater aufwendet, um einem Kind die Wahrnehmung dessen zu ersparen, was um es herum geschieht.

Entstehungsgeschichte

Roberto Benigni war in Italien als Komiker bekannt und schrieb das Drehbuch mit Vincenzo Cerami. Sein Vater war nach der Kapitulation Italiens drei Jahre in deutscher Gefangenschaft gewesen und hatte darüber später in abgemilderter Form erzählt — Benigni nannte das als Ausgangspunkt.

Er ließ sich vom Dokumentationszentrum in Mailand und vom Zentrum für zeitgenössische jüdische Dokumentation beraten. Das Lager im Film ist bewusst nicht als konkretes Vernichtungslager benannt, und die Vernichtung selbst wird nie gezeigt — nur ein Nebel und ein Berg im Hintergrund.

Hinter den Kulissen

Gedreht wurde in Arezzo, wo die historische Innenstadt weitgehend unverändert erhalten ist, und in einer Lagerkulisse, die eigens gebaut wurde. Nicola Piovani komponierte die Musik, die den Ton zwischen Komödie und Trauer trägt.

Giorgio Cantarini war beim Dreh knapp fünf Jahre alt. Benigni und das Team hielten ihn weitgehend darüber im Unklaren, worum es in den Szenen ging — dieselbe Konstruktion also, die der Film erzählt. Benigni selbst wurde für seine Darstellung als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet und kletterte bei der Verleihung über die Sitzreihen zur Bühne.

Einordnung & Wirkung

Der Film gewann drei Oscars — bester fremdsprachiger Film, bester Hauptdarsteller und beste Filmmusik — und spielte weltweit über 230 Millionen Dollar ein. In Cannes erhielt er den Großen Preis der Jury.

Die Debatte um ihn war und bleibt heftig. Kritiker warfen ihm vor, den Holocaust für eine rührende Vater-Sohn-Geschichte zu verwenden und ihn dadurch erträglich zu machen; die Vorstellung, ein Kind könne in einem Vernichtungslager überleben, ohne etwas zu bemerken, wurde als Verharmlosung gelesen. Andere Stimmen, darunter Überlebende, verteidigten den Film als Fabel, die nie beansprucht, dokumentarisch zu sein. Beide Positionen werden seit 1997 geführt.

Bilder

Das Leben ist schönDas Leben ist schönDas Leben ist schönDas Leben ist schönDas Leben ist schönDas Leben ist schönDas Leben ist schönDas Leben ist schön

Besetzung & Stab

Weitere Filme von Roberto Benigni

Die Lucky Boys
Die Lucky Boys
1984
Zahnstocher-Johnny
Zahnstocher-Johnny
1991
Das Monster
Das Monster
1994
Ein himmlischer Teufel
Ein himmlischer Teufel
1988
Der Tiger und der Schnee
Der Tiger und der Schnee
2005
Roberto Benigni's Pinocchio
Roberto Benigni's Pinocchio
2002

Ähnliche Titel

Die Verurteilten
Die Verurteilten
⭐ 8,7 · 1994
Der Pate
Der Pate
⭐ 8,7 · 1972
Schindlers Liste
Schindlers Liste
⭐ 8,6 · 1993
Der Pate - Teil II
Der Pate - Teil II
⭐ 8,6 · 1974
Interstellar
Interstellar
⭐ 8,5 · 2014
Pulp Fiction
Pulp Fiction
⭐ 8,5 · 1994

Verfügbarkeit

Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.