Ratatouille (2007)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Brad Bird |
|---|---|
| Genre | Animation, Komödie, Familie, Fantasy |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2007-06-28 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 150.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 623.726.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (18.950 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Remy ist eine Ratte mit einem außergewöhnlichen Geruchssinn und dem Wunsch zu kochen — beides Eigenschaften, die in seiner Kolonie als nutzlos bis gefährlich gelten. Nach der Trennung von seiner Familie landet er in Paris, ausgerechnet unter dem Restaurant seines verstorbenen Idols Auguste Gusteau.
Dort trifft er auf Linguini, einen ungeschickten Küchenhilfsarbeiter, der nicht kochen kann und den Job zu verlieren droht. Aus der Not entsteht eine Konstruktion, die der Film völlig ernst nimmt: Remy sitzt unter Linguinis Mütze und steuert ihn an den Haaren. Was folgt, ist weniger eine Tiergeschichte als eine über Herkunft — und über den Kritiker Anton Ego, dessen Schlussrede die Aufgabe der Kritik selbst verhandelt.
Entstehungsgeschichte
Der Film wurde ursprünglich von Jan Pinkava entwickelt, der bei Pixar den Oscar-prämierten Kurzfilm "Geri's Game" gemacht hatte. Nach mehreren Jahren Entwicklung stockte das Projekt, und das Studio übertrug es 2005 an Brad Bird.
Bird schrieb das Drehbuch weitgehend neu und stellte den Kern um: Aus einer Geschichte über eine Ratte, die kochen will, wurde eine über die Frage, ob Talent an Herkunft gebunden ist. Der Leitsatz des Films — jeder kann kochen — bedeutet in Birds Lesart ausdrücklich nicht, dass jeder ein großer Koch werden kann, sondern dass ein großer Koch von überall herkommen kann. Er hatte etwa achtzehn Monate für die Neuausrichtung, was für Pixar ein extrem knapper Zeitplan war.
Hinter den Kulissen
Das Team recherchierte in Paris und in Spitzenküchen; der Koch Thomas Keller beriet die Produktion und entwarf das Gericht der Schlussszene — eine kunstvolle Variante des Ratatouille, die im Film gezeigt wird und die er anschließend in seinem eigenen Restaurant anbot.
Technisch war Nahrung die Herausforderung: Pixar musste Verfahren entwickeln, um gekochtes Essen appetitlich aussehen zu lassen, was bei computergenerierten Oberflächen keineswegs selbstverständlich ist. Ebenso aufwendig war das Fell der Ratten, das nass, trocken und in Bewegung unterschiedlich reagieren musste. Zur Vorbereitung hielt das Team über längere Zeit lebende Ratten im Studio, um Bewegung und Verhalten zu studieren.
Einordnung & Wirkung
"Ratatouille" gewann den Oscar als bester Animationsfilm und war zusätzlich für das beste Originaldrehbuch nominiert. Weltweit spielte er rund 623 Millionen Dollar ein.
Er gilt als einer der eigenwilligsten Filme des Studios: ein Familienfilm über Gastronomie, Kritik und soziale Herkunft, dessen emotionaler Höhepunkt eine Erinnerung an eine einfache Mahlzeit in der Kindheit ist. Anton Egos Schlussrede über die Rolle des Kritikers wird regelmäßig außerhalb des Films zitiert, unter anderem in Debatten über Kulturjournalismus. Für Brad Bird war es nach "Die Unglaublichen" der zweite Oscar in dieser Kategorie.
Bilder








Besetzung & Stab
- Patton Oswalt als Remy (voice)
- Ian Holm als Skinner (voice)
- Lou Romano als Linguini (voice)
- Brian Dennehy als Django (voice)
- Peter Sohn als Emile (voice)
- Peter O'Toole als Anton Ego (voice)
- Brad Garrett als Gusteau (voice)
- Janeane Garofalo als Colette (voice)
- Will Arnett als Horst (voice)
- Julius Callahan als Lalo / Francois (voice)
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Verfügbarkeit
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