The Green Mile (1999)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Frank Darabont |
|---|---|
| Genre | Fantasy, Drama, Krimi |
| Laufzeit | 189 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1999-12-10 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 60.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 286.801.374 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,5 (19.828 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Paul Edgecombe leitet 1935 den Todestrakt eines Gefängnisses in Louisiana, den die Wärter wegen des Linoleumbelags den Grünen Weg nennen. Sein Alltag ist Routine: Zellen, Wachdienst, gelegentlich eine Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl, die er mit einer Sorgfalt vorbereitet, die ihm selbst wichtig ist.
Dann kommt John Coffey — ein riesenhafter Mann, verurteilt wegen des Mordes an zwei Mädchen, der Angst vor der Dunkelheit hat und weint. Coffey kann heilen, indem er Krankheit aus Körpern zieht. Der Film stellt damit eine Frage, die das System nicht vorsieht: Was tun Menschen, die einen Auftrag ausführen, wenn sie erkennen, dass der Verurteilte unschuldig ist und über Fähigkeiten verfügt, die keiner von ihnen erklären kann?
Entstehungsgeschichte
Stephen King veröffentlichte den Roman 1996 in sechs monatlichen Einzelheften — ein bewusst altmodisches Verfahren, das an Fortsetzungsromane des 19. Jahrhunderts anknüpft und King selbst zum Weiterschreiben unter Termindruck zwang.
Frank Darabont adaptierte damit zum zweiten Mal nach "Die Verurteilten" einen Gefängnisstoff Kings. Er entschied sich, die sechs Teile in einem Film zu erzählen, was zu einer Laufzeit von gut drei Stunden führte — Warner akzeptierte das, nachdem Darabont sich weigerte, den Stoff aufzuteilen oder zu kürzen. Tom Hanks sagte zu, ohne das fertige Drehbuch gelesen zu haben.
Hinter den Kulissen
Michael Clarke Duncan war zuvor als Leibwächter und in kleineren Rollen tätig gewesen; Bruce Willis, mit dem er "Armageddon" gedreht hatte, empfahl ihn an Darabont. Duncan ist rund einen Meter fünfundneunzig groß, was für die Wirkung der Figur genügte — zusätzlich wurde in einzelnen Einstellungen mit Perspektive und Kamerastandpunkt gearbeitet, um den Größenunterschied zu Hanks zu betonen.
Der Gefängnistrakt entstand als Kulisse in einer stillgelegten Fabrik in Tennessee. Die Maus Mr. Jingles wurde von mehreren dressierten Tieren gespielt, ergänzt um eine mechanische Puppe für die Kunststücke; das Training dauerte Monate. Für die Hinrichtungsszenen ließ Darabont die Abläufe von Fachleuten überprüfen, damit die Darstellung technisch korrekt bleibt.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 286 Millionen Dollar ein und war für vier Oscars nominiert, darunter bester Film und Michael Clarke Duncan als bester Nebendarsteller; ausgezeichnet wurde keiner.
Die Kritik war gespalten. Gelobt wurden die Darstellungen und Darabonts Geduld, kritisiert die Länge und vor allem die Figurenkonstruktion: Coffey gilt vielen als Musterbeispiel eines erzählerischen Musters, bei dem eine Schwarze Figur ausschließlich existiert, um weiße Hauptfiguren moralisch zu läutern, ohne eigene Ziele oder eine eigene Geschichte zu haben. Diese Kritik hat sich seit 1999 verstärkt und begleitet den Film heute ebenso zuverlässig wie sein Ruf als Publikumsfavorit.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tom Hanks als Paul Edgecomb
- David Morse als Brutus 'Brutal' Howell
- Bonnie Hunt als Jan Edgecomb
- Michael Clarke Duncan als John Coffey
- James Cromwell als Warden Hal Moores
- Michael Jeter als Eduard Delacroix
- Graham Greene als Arlen Bitterbuck
- Doug Hutchison als Percy Wetmore
- Sam Rockwell als 'Wild Bill' Wharton
- Barry Pepper als Dean Stanton
Weitere Filme von Frank Darabont
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.