Querelle (1982)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Rainer Werner Fassbinder |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1982-09-08 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Budget | 1.600.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (221 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Hafenmilieu, ein Matrose, ein Geflecht aus Begierde, Verrat und Gewalt: Querelle bewegt sich durch eine Welt, in der Anziehung und Gefahr kaum zu trennen sind. Die Geschichte legt ihre Figuren wie in einem Theaterstück aus, stilisiert und mit deutlicher Distanz zum Realismus, sodass sich Handlung weniger als stringente Erzählung denn als Abfolge aufgeladener Begegnungen entfaltet. Homosexualität, Liebe, Tod und Gewalt sind die Themen, die die Figuren umtreiben, ohne dass der Film sie in eine eindeutige moralische Ordnung bringt.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 1982 und wurde von Rainer Werner Fassbinder inszeniert. In den Hauptrollen stehen Brad Davis, Franco Nero, Jeanne Moreau und Laurent Malet. Freigegeben ist das Werk erst ab 18 Jahren, eine Einstufung, die die Direktheit seiner Bilder erkennen lässt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Krimi ist hier keine Frage von Spannung im klassischen Sinn, sondern von moralischer Unruhe: Verbrechen und Begehren greifen ineinander, ohne dass eine Seite die andere auflöst. Die theatrale, allegorische Anlage der Erzählung – mit klar arrangierten Bildern statt naturalistischer Milieuschilderung – macht den Film zu einem Werk, das eher Zustände und Spannungen ausstellt als eine Handlung im herkömmlichen Sinn vorantreibt. Diese Form verlangt vom Publikum, sich auf Bilder und Haltungen einzulassen statt auf eine glatte Handlungsführung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,6 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich Querelle im mittleren Bereich – ein Wert, der auf eine gespaltene oder zurückhaltende Rezeption hindeutet, ohne dass sich daraus mehr als eine grobe Tendenz ablesen lässt. Mehr als vierzig Jahre nach seiner Entstehung steht der Film als ungewöhnlich konsequentes Beispiel dafür da, wie Drama und Krimi zu einer stilisierten, allegorischen Form verschmolzen werden können, die sich bewusst gegen leichte Zugänglichkeit stellt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Brad Davis als Querelle
- Franco Nero als Lieutenant Seblon
- Jeanne Moreau als Lysiane
- Laurent Malet als Roger Bataille
- Hanno Pöschl als Robert / Gil
- Günther Kaufmann als Nono
- Burkhard Driest als Mario
- Roger Fritz als Marcellin
- Dieter Schidor als Vic Rivette
- Natja Brunckhorst als Paulette
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Verfügbarkeit
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