Die Ehe der Maria Braun (1979)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Rainer Werner Fassbinder |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1979-03-23 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (310 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Deutschland im Jahr 1943: Mitten in einem Luftangriff heiratet Maria den Soldaten Hermann Braun, während eine Fliegerbombe das Standesamt zerstört. Hermann muss sofort zurück an die Front, und Maria bleibt allein zurück.
Nach Kriegsende nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand. Die Nachricht, Hermann sei gefallen, bewegt Maria, die mit ihrer Mutter und ihrem Großvater zusammenlebt, als Bardame zu arbeiten und so für den Lebensunterhalt der Familie zu sorgen. Sie geht eine Beziehung mit Bill ein, einem afroamerikanischen GI, der sich um sie kümmert und sie mit begehrten Waren wie Nylonstrümpfen und Zigaretten versorgt. Doch Hermann ist nicht tot. Er kehrt aus der Kriegsgefangenschaft zurück, und damit steht Maria vor einer Situation, die alles in Frage stellt.
Entstehungsgeschichte
Rainer Werner Fassbinder inszenierte das Drama, das 1979 erschien. Hanna Schygulla, Klaus Löwitsch, Ivan Desny und George Eagles gehören zur Besetzung. Ab zwölf Jahren ist der Film freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verknüpft ein privates Schicksal mit dem Zusammenbruch eines Landes. Schon die Eröffnung macht das deutlich: Eine Hochzeit im Bombenhagel, bei der das Standesamt in Trümmer fällt, verbindet Ehe und Zerstörung in einem einzigen Bild.
Maria ist als Frau angelegt, die sich nicht in ihr Schicksal ergibt, sondern handelt. In einer Zeit des Mangels wird sie zur Versorgerin der Familie, und ihre Beziehung zu einem amerikanischen Soldaten zeigt, wie eng Gefühle und materielle Not ineinandergreifen können. Nylonstrümpfe und Zigaretten sind dabei mehr als Requisiten. Sie stehen für eine Tauschwirtschaft, in der Zuneigung und Überleben kaum zu trennen sind. Die Rückkehr des totgeglaubten Ehemanns bringt die Frage nach Treue, Schuld und Selbstbehauptung auf den Punkt. Als reines Drama konzentriert sich der Film ganz auf diese Konflikte.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,4 von 10 erreicht der Film eine hohe Durchschnittsbewertung, gestützt auf einige hundert Stimmen.
Seit dem Erscheinen sind 47 Jahre vergangen. Die Themen, die der Film aufgreift, Verlust, Neubeginn und die Frage, was eine Ehe unter solchen Umständen bedeutet, sind zeitlos. Im Bereich des Dramas gehört das Werk zu jenen Filmen, die deutsche Geschichte über das Leben einer einzelnen Frau erzählen und dabei persönliche und gesellschaftliche Brüche zusammenführen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Hanna Schygulla als Maria Braun
- Klaus Löwitsch als Hermann Braun
- Ivan Desny als Karl Oswald
- George Eagles als Bill
- Gisela Uhlen als Mother
- Elisabeth Trissenaar als Betti Klenze
- Gottfried John als Willi Klenze
- Hark Bohm als Senkenberg
- Günter Lamprecht als Hans Wetzel
- Lilo Pempeit als Frau Ehmke
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