Faustrecht der Freiheit (1975)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Rainer Werner Fassbinder |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 123 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1975-06-06 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (153 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Franz Biberkopf hat als Jahrmarktattraktion namens „Fox, der sprechende Kopf“ sein Geld verdient, bis ihm ein Lottogewinn von einer halben Million Mark ein neues Leben eröffnet. Der Gewinn verschafft ihm Zugang zu Kreisen, in denen er sich vorher nicht bewegt hätte, und dort begegnet er Eugen, dem Sohn eines Unternehmers, dessen Druckerei kurz vor dem Bankrott steht. Eugen hat seinen bisherigen Partner verlassen und beginnt mit Franz eine Beziehung, die von Anfang an auf Nutzen ausgelegt ist: Immer wieder fließt Geld aus Franz' Gewinn in das väterliche Unternehmen, Franz kauft die gemeinsame Wohnung samt Einrichtung, und Eugen versucht, ihm seine groben, unbürgerlichen Umgangsformen abzugewöhnen. Eine gemeinsame Reise nach Marrakesch wird geplant. Wie diese ungleiche Beziehung ausgeht, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
„Faustrecht der Freiheit“, im Original „Fox and His Friends“, entstand 1975 unter der Regie von Rainer Werner Fassbinder, der auch die Hauptrolle des Franz übernahm. An seiner Seite stehen Peter Chatel als Eugen, Karlheinz Böhm und Adrian Hoven. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Als Drama angelegt, verzichtet der Film auf Genremischungen und konzentriert sich auf das Verhältnis zweier ungleicher Männer. Die Konstellation – ein plötzlich zu Geld gekommener Mann aus einfachen Verhältnissen trifft auf einen finanziell bedrängten Bürgersohn – legt von Beginn an ein Machtgefälle offen, das sich nicht über Zuneigung, sondern über Geld, Wohnungskauf und die Korrektur von Manieren ausdrückt. Dass Fassbinder selbst die Hauptrolle spielt, verstärkt die Nähe zwischen Erzählperspektive und Figur, ohne dass sich daraus mehr als eine erzählerische Beobachtung ableiten ließe.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt der Film zu den soliden, aber nicht massenhaft bewerteten Titeln seines Regisseurs. Zwischen der Entstehung 1975 und heute liegen rund fünf Jahrzehnte, was den Film als Werk seiner Zeit einordnet, dessen Blick auf Klasse, Geld und Beziehung innerhalb des Dramas ohne komödiantische oder genretypische Auflockerung auskommt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Rainer Werner Fassbinder als Franz "Fox" Bieberkopf
- Peter Chatel als Eugen Thiess
- Karlheinz Böhm als Max
- Adrian Hoven als Wolf Thiess, Eugen's Father
- Christiane Maybach als Hedwig
- Harry Baer als Philip
- Hans Zander als Barman Springer
- Kurt Raab als Wodka-Peter
- Rudolf Lenz als Attorney Dr. Siebenkäss
- Karl Scheydt als Klaus
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Verfügbarkeit
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