Naked Lunch (1991)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | David Cronenberg |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama |
| Laufzeit | 115 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1991-12-27 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 16.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 2.641.357 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (1.257 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
New York, 1953: Bill Lee ist ein Schriftsteller ohne Erfolg, der sich als Kammerjäger über Wasser hält und seinen Frust mit Drogen betäubt. Vollgedröhnt mit Insektengift erschießt er bei einem sogenannten Wilhelm-Tell-Spiel seine Frau Joan und flüchtet sich an einen fiktiven Ort namens Interzone. Dort wähnt er sich von skurrilen Kreaturen verfolgt, die seinem schizoiden Unterbewusstsein entstammen. Seine Schreibmaschine mutiert zu einem überdimensionalen Insekt und zwingt ihn, seine Erlebnisse für eine geheimnisvolle Organisation zu dokumentieren. Die Kreatur bleibt dabei nicht bescheiden, sie fordert immer mehr Stoff.
Entstehungsgeschichte
Für die Regie des 1991 erschienenen Films zeichnet David Cronenberg verantwortlich. Die Besetzung führen Peter Weller, Judy Davis, Ian Holm und Julian Sands an. Dass der Film erst ab 16 Jahren freigegeben ist, entspricht einem Stoff, in dem Drogenkonsum, ein tödlicher Schuss und körperliche Verwandlung nicht ausgespart bleiben.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Krimi und Drama ist ungewöhnlich, weil beide Etiketten hier nicht das übliche Versprechen einlösen. Ein Tötungsdelikt steht am Anfang, doch was ihm folgt, ist keine Ermittlung, sondern der Rückzug in eine Welt, deren Regeln aus dem Rausch stammen. Das Drama wiederum entsteht weniger aus dem Verhältnis der Figuren zueinander als aus dem Verhältnis einer Figur zu ihrer eigenen Wahrnehmung. Die Schreibmaschine als Auftraggeber verschiebt das Schreiben vom Beruf zum Zwang, und der Auftrag, das Erlebte zu dokumentieren, macht die Erzählung selbst zum Gegenstand.
Einordnung & Wirkung
7,0 von 10 bei einer vierstelligen Zahl an Stimmen beschreiben ein solides, aber nicht einhelliges Urteil, wie es für Stoffe typisch ist, die sich einer eindeutigen Lesart entziehen. 35 Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Film vor allem deshalb bemerkenswert, weil er die Grenze zwischen Innen und Außen konsequent offen lässt. Im Umfeld des Kriminalfilms steht er quer, im Umfeld des Dramas eher am äußersten Rand. Dass die Zahl der Stimmen vergleichsweise niedrig bleibt, passt zu einem Werk, das kein breites Publikum sucht, sondern ein zugewandtes.
Bilder








Besetzung & Stab
- Peter Weller als Bill Lee
- Judy Davis als Joan Frost
- Ian Holm als Tom Frost
- Julian Sands als Yves Cloquet
- Roy Scheider als Dr. Benway
- Monique Mercure als Fadela
- Nicholas Campbell als Hank
- Michael Zelniker als Martin
- Robert A. Silverman als Hans
- Joseph Scoren als Kiki
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Verfügbarkeit
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