Menschenjagd (1941)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Fritz Lang |
|---|---|
| Genre | Thriller, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1941-06-13 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (132 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1939: Thorndyke, ein bekannter britischer Großwildjäger, schleicht sich bis nah an Hitlers Berghof heran. Er nimmt den deutschen Kanzler ins Visier seines Gewehrs und spielt einen Schuss durch, wird dabei aber von einem Wachposten überrascht und festgenommen. Bei der Vernehmung durch einen NS-Offizier erklärt Thorndyke, er habe rein aus jägerischem Ehrgeiz gehandelt, nicht mit tatsächlicher Mordabsicht. Der Offizier erkennt jedoch die Chance, die britische Regierung zu belasten, und bietet Thorndyke eine Freilassung an, sofern er ein Geständnis unterschreibt, im Auftrag Londons gehandelt zu haben. Als Thorndyke sich weigert, soll sein Verschwinden als Selbstmord inszeniert werden, um Verdacht zu vermeiden. Wie es weitergeht, bleibt an dieser Stelle offen.
Entstehungsgeschichte
„Menschenjagd“ entstand 1941 unter der Regie von Fritz Lang. Die Besetzung umfasst Walter Pidgeon, Joan Bennett, George Sanders und John Carradine.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Thriller und Kriegsfilm zeigt sich schon in der Ausgangssituation: ein Einzelgänger, der aus sportlichem Ehrgeiz an die Grenze des Erlaubten geht und dadurch in eine politische Maschinerie hineingezogen wird, die weit größer ist als er selbst. Die Verhörszene mit dem NS-Offizier verschiebt die Erzählung von der Jagdgeschichte zu einem Spiel um Beweise, Geständnisse und Machtdemonstration. Dass der Protagonist kein Soldat oder Agent ist, sondern ein Zivilist mit einem sehr persönlichen Motiv, gibt der Geschichte eine Reibung zwischen individuellem Handeln und staatlicher Instrumentalisierung, die sich durch die gesamte Anlage zieht. Die Flucht am Ende der Inhaltsangabe deutet an, dass der Film auf Verfolgung und Bewegung setzt, statt auf reine Verhandlungsszenen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 bei einer noch vergleichsweise schmalen Stimmenbasis zählt „Menschenjagd“ nicht zu den breit diskutierten Titeln seiner Zeit, findet aber ein konstant positives Echo. Mit über acht Jahrzehnten Abstand zum Erscheinungsjahr 1941 steht der Film in einer frühen Phase des amerikanischen Kriegsthrillers, in der die Bedrohung durch das NS-Regime unmittelbar zeitgenössisch verarbeitet wurde. Innerhalb der Verbindung von Thriller und Kriegsfilm markiert er damit einen Ansatz, der persönliche Motivation und politischen Kontext eng verzahnt, ohne dass sich daraus weitergehende Aussagen über spätere Rezeption oder Einfluss ableiten lassen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Walter Pidgeon als Captain Alan Thorndike
- Joan Bennett als Jerry Stokes
- George Sanders als Major Quive-Smith
- John Carradine als Mr. Jones
- Roddy McDowall als Vaner
- Ludwig Stössel als Doctor
- Heather Thatcher als Lady Alice Risborough
- Frederick Worlock als Lord Gerald Risborough
- Roger Imhof als Captain Jensen
- Holmes Herbert als Saul Farnsworthy
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Verfügbarkeit
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