Lancelot, Ritter der Königin (1974)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Robert Bresson |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm, Historie |
| Laufzeit | 85 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1974-04-23 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,2 (117 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Hundert Ritter hatte König Artus ausgesandt, den Heiligen Gral zu finden. Als die Überlebenden zurückkehren, ist die Bilanz verheerend: Siebzig von ihnen sind tot, die Mission war umsonst. Unter den Heimgekehrten befindet sich Lancelot, der heimliche Geliebte von Königin Ginevra. Die Schuld an den toten Gefährten lastet schwer auf ihm, und er steckt zwischen seiner Pflicht als Ritter und seiner Liebe zur Königin fest. Er will die Beziehung beenden, doch Ginevra weigert sich, ihn ziehen zu lassen. Zugleich liegt ein Verdacht in der Luft, der Lancelot noch schwerer belastet: Statt an Feinden könnten die Ritter auf der Gralssuche aneinander gescheitert sein, mit Lancelot als zentraler Figur des Zwists. Am Hof von Camelot begegnet man ihm deshalb mit Misstrauen und offener Verachtung, selbst innerhalb der Tafelrunde. Nur wenige, darunter Gawain und Lionel, halten zu ihm.
Entstehungsgeschichte
„Lancelot, Ritter der Königin“ entstand 1974 unter der Regie von Robert Bresson. Die Hauptrollen übernehmen Luc Simon als Lancelot, Vladimir Antolek-Oresek, Laura Duke Condominas als Ginevra und Patrick Bernhard. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama, Liebesfilm und historischem Stoff verlagert das Interesse weg vom klassischen Abenteuer der Artussage hin zu den Konsequenzen des Scheiterns. Der Gral selbst bleibt im Hintergrund, im Zentrum stehen Schuld, Misstrauen und eine verbotene Liebe, die die Ritterschaft von innen zersetzt. Dass die Bedrohung nicht von außen, sondern aus den eigenen Reihen kommt, verschiebt den Fokus von höfischer Größe zu einem Kammerspiel aus Argwohn und Loyalität, in dem nur wenige Figuren wie Gawain und Lionel als verlässlich gezeichnet werden.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,2 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich, was angesichts seiner reduzierten, unkonventionellen Erzählweise innerhalb des Artus-Stoffs wenig überrascht. Seit der Entstehung 1974 sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, in denen sich der Blick auf Ritterepen im Kino mehrfach gewandelt hat. Innerhalb des historischen Dramas nimmt der Titel eine Position ein, die sich stärker für die menschlichen Abgründe hinter dem Rittertum interessiert als für dessen Glanz.
Bilder








Besetzung & Stab
- Luc Simon als Lancelot du Lac
- Vladimir Antolek-Oresek als Le Roi (The King)
- Laura Duke Condominas als La Reine (The Queen)
- Patrick Bernhard als Mordred
- Humbert Balsan als Gauvain
- Arthur De Montalembert als Lionel
- Daniel Benoin als Chevalier giflé
- Charles Balsan
- Christian Schlumberger
- Joseph-Patrick Le Quidre
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Verfügbarkeit
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