Inglourious Basterds (2009)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Quentin Tarantino |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 148 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2009-08-02 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 70.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 321.457.747 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,2 (24.783 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im besetzten Frankreich laufen zwei Pläne nebeneinander, die voneinander nichts wissen. Eine Gruppe jüdisch-amerikanischer Soldaten unter Lieutenant Aldo Raine operiert hinter den Linien und verbreitet gezielt Schrecken. Gleichzeitig betreibt Shosanna Dreyfus in Paris ein Kino — sie ist die einzige Überlebende einer Familie, die der SS-Offizier Hans Landa vier Jahre zuvor unter dem Boden eines Bauernhauses aufgespürt hat.
Als in ihrem Kino eine Propagandapremiere stattfinden soll, bei der die gesamte NS-Führung anwesend ist, entsteht aus beiden Richtungen dieselbe Idee. Der Film ist dabei weniger Kriegsfilm als eine Folge langer Gespräche, in denen jemand etwas verbergen muss und ein anderer geduldig nachfragt — die Spannung entsteht aus Sprache, nicht aus Gewalt.
Entstehungsgeschichte
Tarantino arbeitete über zehn Jahre an dem Stoff; das Drehbuch wuchs zwischenzeitlich auf einen Umfang, der eher zu einer Serie gepasst hätte. Er legte es mehrfach beiseite, unter anderem um "Kill Bill" zu drehen.
Kurz vor Produktionsbeginn stand das Projekt auf der Kippe, weil die Rolle des Hans Landa nicht zu besetzen war: Die Figur muss fließend Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch sprechen und dabei in jeder Sprache Charme entwickeln. Tarantino erklärte später, er habe erwogen, den Film aufzugeben. Christoph Waltz, in Deutschland und Österreich vor allem aus dem Fernsehen bekannt und international unbekannt, kam über ein Vorsprechen dazu.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde überwiegend im Studio Babelsberg bei Berlin sowie an Schauplätzen in Frankreich. Das Ensemble ist bewusst mehrsprachig besetzt — Tarantino ließ die Figuren in ihren jeweiligen Sprachen spielen, statt alles auf Englisch zu vereinheitlichen, was für einen amerikanischen Film dieser Größe ungewöhnlich blieb.
Wie üblich verzichtete er auf einen komponierten Score und stellte die Musik aus vorhandenen Aufnahmen zusammen, darunter mehrere Stücke von Ennio Morricone aus Italowestern der 1960er sowie David Bowies "Cat People". Die Zwischentitel und die Eröffnungszeile "Es war einmal im von Deutschland besetzten Frankreich" setzen den Ton: Der Film gibt von der ersten Sekunde an zu, ein Märchen zu sein.
Einordnung & Wirkung
Die Premiere in Cannes brachte Christoph Waltz den Darstellerpreis, dem der Oscar als bester Nebendarsteller folgte — der Beginn einer internationalen Laufbahn aus dem Stand. Weltweit spielte der Film über 320 Millionen Dollar ein und war für acht Oscars nominiert.
Diskutiert wurde vor allem der Umgang mit Geschichte: Der Film lässt Hitler im Kinosaal sterben und erfindet damit den Zweiten Weltkrieg um. Tarantino verteidigte das als Zweck der Fiktion — die Rachefantasie sei genau das, was der Kriegsfilm sonst systematisch verweigert. Diese Haltung setzte er in "Django Unchained" und "Once Upon a Time in Hollywood" fort; die Umschreibung der Geschichte wurde zum Merkmal seines Spätwerks.
Bilder








Besetzung & Stab
- Brad Pitt als LT. Aldo Raine
- Mélanie Laurent als Shosanna
- Christoph Waltz als COL. Hans Landa
- Eli Roth als SGT. Donny Donowitz
- Michael Fassbender als LT. Archie Hicox
- Diane Kruger als Bridget von Hammersmark
- Daniel Brühl als Fredrick Zoller
- Til Schweiger als SGT. Hugo Stiglitz
- Gedeon Burkhard als CPL. Wilhelm Wicki
- Jacky Ido als Marcel
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