The Hateful 8 (2015)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Quentin Tarantino |
|---|---|
| Genre | Drama, Mystery, Western |
| Laufzeit | 168 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2015-12-25 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 44.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 155.760.117 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (15.616 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Wyoming, einige Jahre nach dem Bürgerkrieg. Ein Schneesturm zwingt eine Postkutsche zur Rast in Minnie's Haberdashery, einer abgelegenen Station. An Bord ist der Kopfgeldjäger John Ruth mit seiner Gefangenen Daisy Domergue, die in Red Rock gehängt werden soll, dazu unterwegs aufgelesen der frühere Unionsoffizier Major Warren und ein Mann, der behauptet, der neue Sheriff von Red Rock zu sein.
In der Hütte warten vier weitere. Ruth geht davon aus, dass mindestens einer davon Daisys Komplize ist und auf ihre Befreiung wartet. Der Film verbringt anschließend zweieinhalb Stunden in einem einzigen Raum, in dem alle lügen, mehrere vergiftet werden und die Vorgeschichte des Bürgerkriegs unter der Oberfläche weiterläuft.
Entstehungsgeschichte
Das Drehbuch gelangte 2014 an die Öffentlichkeit, nachdem Tarantino es an wenige Vertraute weitergegeben hatte. Er kündigte daraufhin an, den Film nicht zu drehen, und verklagte die Plattform, die den Text veröffentlicht hatte. Nach einer öffentlichen Lesung mit den vorgesehenen Darstellern entschied er sich um und überarbeitete den Stoff.
Tarantino drehte auf Ultra Panavision 70, einem Breitbildverfahren, das seit den 1960ern praktisch nicht mehr verwendet worden war — ironisch für einen Film, der überwiegend in einem Raum spielt. Er begründete das damit, dass das extreme Breitbild erlaubt, mehrere Figuren gleichzeitig scharf im Bild zu halten.
Hinter den Kulissen
Für die Kinoauswertung ließ Tarantino rund hundert Kinos weltweit mit 70-mm-Projektoren ausstatten und veranstaltete eine Roadshow-Fassung mit Ouvertüre, Pause und gedrucktem Programmheft — eine Aufführungsform der 1950er und 60er. Diese Fassung ist rund sechs Minuten länger als die reguläre.
Gedreht wurde in Colorado, wo die Produktion auf echten Schnee angewiesen war und mehrfach warten musste. Die Hütte war ein zusammenhängendes Set, das die Kamera in einer Fahrt durchqueren kann. Für die Ausstattung wurde eine historische Gitarre aus einem Museum geliehen und in einer Szene versehentlich zerstört, was zu einer öffentlichen Auseinandersetzung mit der Leihgeberin führte.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 156 Millionen Dollar ein. Ennio Morricone gewann den Oscar für die beste Filmmusik — nach Jahrzehnten prägender Western-Partituren seine erste reguläre Auszeichnung; zuvor hatte er lediglich einen Ehrenoscar erhalten.
Die Kritik lobte die Dialogführung und stieß sich an der Gewalt gegen die Figur der Daisy Domergue, die über die gesamte Laufzeit geschlagen wird. Innerhalb Tarantinos Werk ist der Film der theatralischste — im Grunde ein Kammerspiel im Format eines Monumentalfilms — und der pessimistischste: Anders als in "Inglourious Basterds" oder "Django Unchained" gibt es hier keine Rachefantasie, die etwas gutmacht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Samuel L. Jackson als Major Marquis Warren
- Kurt Russell als John 'The Hangman' Ruth
- Jennifer Jason Leigh als Daisy Domergue
- Walton Goggins als Sheriff Chris Mannix
- Demián Bichir als Bob
- Tim Roth als Oswaldo Mobray
- Michael Madsen als Joe Gage
- Bruce Dern als General Sandy Smithers
- James Parks als O. B. Jackson
- Dana Gourrier als Minnie
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