Django Unchained (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Quentin Tarantino |
|---|---|
| Genre | Drama, Western |
| Laufzeit | 165 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-12-25 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 100.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 425.368.238 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,2 (28.615 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zwei Jahre vor dem amerikanischen Bürgerkrieg kauft der deutsche Kopfgeldjäger Dr. King Schultz den Sklaven Django frei, weil dieser drei gesuchte Männer identifizieren kann. Aus dem Zweckbündnis wird eine Partnerschaft: Schultz bildet Django aus, und beide ziehen als Kopfgeldjäger durch den Süden.
Das eigentliche Ziel ist Djangos Frau Broomhilda, die auf der Plantage Candyland des Großgrundbesitzers Calvin Candie lebt. Der Plan, sie freizukaufen, verlangt eine Täuschung, die niemand durchhalten kann — am wenigsten gegenüber Stephen, Candies Haussklaven, der die Ordnung der Plantage entschiedener verteidigt als sein Herr. Der Film erzählt das im Gewand des Italowesterns, mit dessen Musik, Schriftzügen und Rachelogik.
Entstehungsgeschichte
Quentin Tarantino schrieb das Drehbuch mit Christoph Waltz im Kopf, den er in "Inglourious Basterds" besetzt hatte. Die Titelrolle war schwerer zu besetzen: Will Smith führte Gespräche, lehnte aber ab, weil Django in seiner Lesart nicht die Hauptfigur der Geschichte sei, sondern Schultz. Jamie Foxx bekam die Rolle und brachte sein eigenes Pferd mit an den Drehort.
Leonardo DiCaprio zögerte, weil er die Figur Candie als kaum spielbar empfand; Tarantino und Samuel L. Jackson überzeugten ihn, gerade die Selbstverständlichkeit der Grausamkeit auszustellen statt sie zu dämpfen. Der Titel verweist offen auf Sergio Corbuccis "Django" von 1966; Franco Nero, der Hauptdarsteller des Originals, hat einen kurzen Auftritt.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde unter anderem in Louisiana, in Wyoming und in Kalifornien; für Candyland nutzte die Produktion eine reale Plantage aus dem 19. Jahrhundert. In der Szene am Esstisch, in der Candie einen Wutausbruch bekommt, zerschlug DiCaprio versehentlich ein Glas und schnitt sich tief in die Hand — er spielte die Szene mit blutender Hand zu Ende, und Tarantino behielt die Einstellung.
Wie in seinen anderen Filmen verzichtete Tarantino weitgehend auf einen komponierten Score und stellte den Soundtrack aus vorhandenen Stücken zusammen, darunter Originalmusik von Ennio Morricone und Luis Bacalov aus den Italowestern der 1960er, ergänzt um Hip-Hop und Soul der Gegenwart — ein bewusster Anachronismus.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit über 425 Millionen Dollar ein und war damit bis dahin Tarantinos erfolgreichste Arbeit. Er gewann zwei Oscars: für das beste Originaldrehbuch und für Christoph Waltz als bester Nebendarsteller, der damit nach "Inglourious Basterds" zum zweiten Mal in einem Tarantino-Film ausgezeichnet wurde.
Die Debatte über den Film war heftig. Spike Lee erklärte öffentlich, ihn nicht sehen zu wollen, weil Sklaverei kein Stoff für ein Genrekino sei; kritisiert wurde außerdem die Häufigkeit rassistischer Beschimpfungen im Dialog. Andere Stimmen hielten dagegen, dass gerade die Genreform es erlaube, dem Publikum eine Rachefantasie zu geben, die das historische Drama systematisch verweigert. Beide Positionen werden bis heute geführt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jamie Foxx als Django Freeman
- Christoph Waltz als Dr. King Schultz
- Leonardo DiCaprio als Calvin J. Candie
- Kerry Washington als Broomhilda von Shaft
- Samuel L. Jackson als Stephen
- Walton Goggins als Billy Crash
- Dennis Christopher als Leonide Moguy
- James Remar als Butch Pooch / Ace Speck
- David Steen als Mr. Stonesipher
- Dana Gourrier als Cora
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