Indiana Jones und der Tempel des Todes (1984)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Steven Spielberg |
|---|---|
| Genre | Abenteuer, Action |
| Laufzeit | 118 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1984-05-23 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 28.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 333.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (10.380 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Shanghai 1935. Ein Tauschgeschäft in einem Nachtclub geht schief, und Indiana Jones flieht mit der Sängerin Willie Scott und dem elfjährigen Shorty in einem Flugzeug, dessen Piloten unterwegs abspringen. Sie stranden in einem nordindischen Dorf, aus dem ein heiliger Stein und sämtliche Kinder verschwunden sind.
Die Spur führt zum Palast von Pankot, unter dem ein Kult Kinder in einer Mine schuften lässt und Menschenopfer bringt. Der Film ist deutlich düsterer als sein Vorgänger — es gibt keine Verbündeten, keine Behörde und über weite Strecken keinen Ausweg.
Entstehungsgeschichte
Der Film ist ein Prequel und spielt ein Jahr vor "Jäger des verlorenen Schatzes". Der Grund war praktischer Art: George Lucas wollte die Nazis nicht wiederholen, und ein Vorgängerfilm erlaubte es, die Figur in eine andere Weltgegend zu schicken.
Sowohl Lucas als auch Steven Spielberg durchliefen während der Entwicklung persönliche Trennungen, was beide später als Grund für den düsteren Ton angaben. Spielberg hat sich mehrfach von dem Film distanziert und ihn als seinen unangenehmsten bezeichnet. Kate Capshaw, die Willie spielt, heiratete ihn 1991.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde überwiegend in Sri Lanka und in England; Indien verweigerte die Drehgenehmigung, weil die Regierung die Darstellung des Kults und der Speisen als herabsetzend empfand — ein Vorwurf, der den Film bis heute begleitet.
Die Loren-Verfolgung durch die Mine entstand als Kombination aus realer Schienenanlage im Studio und Stop-Motion mit Modellen. Für die Hängebrücke am Ende baute die Produktion eine funktionsfähige Konstruktion über einer Schlucht in Sri Lanka.
Die Gewaltdarstellung — insbesondere das Herausreißen eines Herzens — führte in den USA zu einer Debatte über die Altersfreigaben. Spielberg schlug daraufhin selbst eine neue Zwischenstufe vor; die Freigabestelle führte sie noch 1984 ein, was direkt auf diesen Film zurückgeht.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 333 Millionen Dollar ein und gewann den Oscar für die besten visuellen Effekte.
Er ist der umstrittenste der Reihe: Die Darstellung Indiens gilt heute weithin als kolonial geprägt, und die Figur der Willie Scott als das schwächste Frauenbild der Reihe. Zugleich enthält er einige ihrer wirksamsten Sequenzen. Seine indirekte Folge — die Einführung einer neuen Altersfreigabestufe in den USA — ist die vermutlich langlebigste Wirkung eines Abenteuerfilms auf die Branche.
Bilder








Besetzung & Stab
- Harrison Ford als Indiana Jones
- Kate Capshaw als Willie Scott
- Ke Huy Quan als Short Round
- Amrish Puri als Mola Ram
- Roshan Seth als Chattar Lal
- Philip Stone als Phillip Blumburtt
- Roy Chiao als Lao Che
- David Yip als Wu Han
- Ric Young als Kao Kan
- Chua Kah Joo als Chen
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