Fargo (1996)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Joel Coen |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama, Thriller |
| Laufzeit | 98 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1996-03-08 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 7.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 60.611.975 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (9.386 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Autoverkäufer Jerry Lundegaard steckt tief in Schulden und beauftragt zwei Kriminelle, seine eigene Frau zu entführen. Sein wohlhabender Schwiegervater soll das Lösegeld zahlen, das Jerry sich dann mit den beiden teilt.
Der Plan zerfällt binnen eines Tages. Bei einer Verkehrskontrolle erschießt einer der Entführer den Polizisten und zwei Zeugen. Auf den Fall angesetzt wird Marge Gunderson, Polizeichefin von Brainerd, hochschwanger, außerordentlich höflich und deutlich klüger als jeder Beteiligte.
Entstehungsgeschichte
Der Film beginnt mit der Behauptung, er beruhe auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1987, bei der lediglich die Namen geändert worden seien. Das ist erfunden. Joel Coen hat die Absicht offen erklärt: Wenn ein Publikum glaube, etwas beruhe auf realen Ereignissen, erlaube es Dinge, die es sonst nicht hinnehmen würde.
Frances McDormand, mit Joel Coen verheiratet, spielt Marge. Die Figur erscheint erst nach rund dreißig Minuten und ist die einzige im Film, die keinen Fehler macht.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde im Winter 1995 in Minneapolis, Saint Paul und North Dakota. Die Produktion hatte ein unerwartetes Problem: In Zentralminnesota fiel zu wenig Schnee. Das Team wich in den Norden des Bundesstaats und nach Nordost-North-Dakota aus — die Aufnahmen entstanden damit weder in Fargo noch in der Nähe von Brainerd.
Der Dialekt wurde von Sprachtrainern bewusst überzeichnet. Er geht auf die skandinavische Einwanderung der Region zurück, ist in den Twin Cities jedoch deutlich seltener, als der Film nahelegt — eine Übertreibung, die in Minnesota mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 61 Millionen Dollar ein, bei einem Budget von etwa sieben Millionen. Bei sieben Oscar-Nominierungen gewann er zwei: Frances McDormand als beste Hauptdarstellerin und die Coens für das beste Originaldrehbuch. Siskel und Ebert wählten ihn zum besten Film des Jahres 1996.
Die erfundene Wahrheitsbehauptung hatte eine ungewöhnliche Folge: 2001 starb eine japanische Frau in Minnesota, und in der Presse verbreitete sich die Geschichte, sie habe nach dem im Film vergrabenen Geld gesucht — was sich als falsch herausstellte, aber selbst zum Stoff eines Films wurde. Die FX-Serie ab 2014 überträgt die Grundhaltung auf neue Fälle, mit den Coens als ausführenden Produzenten.
Bilder








Besetzung & Stab
- Frances McDormand als Marge Gunderson
- William H. Macy als Jerry Lundegaard
- Steve Buscemi als Carl Showalter
- Peter Stormare als Gaear Grimsrud
- Harve Presnell als Wade Gustafson
- John Carroll Lynch als Norm Gunderson
- Kristin Rudrüd als Jean Lundegaard
- Bruce Bohne als Lou
- Steve Reevis als Shep Proudfoot
- Steve Park als Mike Yanagita
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