Die Verdammten (1969)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luchino Visconti |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 155 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1969-10-30 |
| Budget | 2.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 5.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (238 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Die Essenbecks sind eine deutsche Industriellenfamilie, deren Vermögen auf einem Stahlkonzern beruht. Als der Reichstag 1933 in Flammen aufgeht, beginnt für die Familie eine Zeit, in der jedes Mitglied Stellung beziehen muss zum neuen Regime. Während die meisten sich arrangieren oder aktiv Nähe zur Macht suchen, verweigert sich Herbert dem Nationalsozialismus und muss fliehen, seine Frau und Töchter bleiben zurück. Die Geschichte reicht bis zur „Nacht der langen Messer“ 1934, als die SA-Führung ausgeschaltet wird, und zeigt, wie die Familie in die Machtkämpfe der verschiedenen NS-Fraktionen hineingezogen wird, ohne dass sich jemand ihnen entziehen kann.
Entstehungsgeschichte
„Die Verdammten“ entstand 1969 unter der Regie von Luchino Visconti. In den Hauptrollen sind Dirk Bogarde, Ingrid Thulin, Helmut Griem und Helmut Berger zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Historie zeigt sich vor allem in der Anlage der Erzählung: Statt eines einzelnen Protagonisten steht eine ganze Familie im Zentrum, an der sich unterschiedliche Reaktionen auf den Nationalsozialismus ablesen lassen – Anpassung, Opportunismus, Machtstreben und, in Herberts Fall, Verweigerung. Dass der Film sich an zwei konkreten historischen Fixpunkten orientiert, dem Reichstagsbrand und der Röhm-Affäre, verankert die private Geschichte der Essenbecks fest im politischen Geschehen und macht deutlich, dass hier keine reine Familiensaga erzählt wird, sondern eine, die sich der Machtergreifung nicht entziehen kann. Die Besetzung mit vier zentralen Figuren aus unterschiedlichen Generationen und Lagern der Familie deutet auf eine vielstimmige, verzweigte Erzählstruktur hin.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einer noch eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im oberen Mittelfeld dessen, was auf der Plattform zu historischen Dramen dieser Zeit verzeichnet ist. Zwischen dem Erscheinungsjahr 1969 und heute liegen mehr als fünfzig Jahre, was den Film als frühes Beispiel für die filmische Auseinandersetzung mit der NS-Zeit aus großbürgerlicher Perspektive erscheinen lässt. Innerhalb der Kombination aus Drama und Historie steht er für einen Ansatz, der gesellschaftlichen Verfall und politische Katastrophe über das Schicksal einer einzelnen Familie verhandelt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Dirk Bogarde als Frederick Bruckmann
- Ingrid Thulin als Sophie Von Essenbeck
- Helmut Griem als Aschenbach
- Helmut Berger als Martin Von Essenbeck
- Renaud Verley als Günther Von Essenbeck
- Umberto Orsini als Herbert Thallman
- Reinhard Kolldehoff als Konstantin von Essenbeck
- Albrecht Schoenhals als Baron Joachim Von Essenbeck
- Florinda Bolkan als Olga
- Nora Ricci als Governess
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Verfügbarkeit
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