Der Leopard (1963)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luchino Visconti |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 187 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1963-03-27 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (977 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Sizilien zur Zeit der Einigungsbestrebungen Garibaldis, um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein alter Fürst sieht die Ordnung wegbrechen, die sein Leben getragen hat, und arrangiert sich oberflächlich mit den aufstrebenden bürgerlich-liberalen Kräften: Er verheiratet seinen Neffen mit der Tochter des opportunistischen Bürgermeisters. Die Anpassung bleibt jedoch Fassade, denn seine Mitarbeit am neuen Königreich Italien verweigert er. Bei einem Ball begegnen sich alte und neue Gesellschaft schließlich zu einem grandiosen Totentanz.
Entstehungsgeschichte
Die Regie lag bei Luchino Visconti, das Erscheinungsjahr ist 1963, der englische Titel lautet „The Leopard“. Burt Lancaster steht im Zentrum, an seiner Seite spielen Claudia Cardinale, Alain Delon und Paolo Stoppa. Ab 12 Jahren ist das Drama freigegeben.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ein reines Drama, und seine Motive benennen die Bausteine: Bürgerkrieg, Sizilien, Landgut, Monarchie, arrangierte Ehe, Pastor. Privates und Politisches lassen sich hier nicht trennen, denn die arrangierte Ehe ist zugleich ein Bündnis zweier Klassen. Viscontis Sympathie gilt der überlebten Herrschaftsschicht, die dem Volk nähersteht als die bürgerlichen Emporkömmlinge, in denen er eine direkte Verbindungslinie zum Mussolini-Faschismus sieht. Dieser Dialektik folgt auch der Stil, der sich zwischen blühender Pracht und morbidem Glanz bewegt.
Einordnung & Wirkung
Einige hundert abgegebene Stimmen ergeben eine Durchschnittsbewertung von 7,7 von 10 — ein hoher Wert bei mittlerer Beteiligung, wie sie für ältere und anspruchsvollere Stoffe typisch ist. 63 Jahre sind seit dem Erscheinen vergangen. Da der Film selbst von einem Übergang zwischen zwei Zeiten erzählt, verdoppelt dieser Abstand die Perspektive eher, als dass er stört. Innerhalb des Dramas steht das Werk für die breit angelegte historische Erzählung: ein Panoramabild, das persönliche Entscheidungen und gesellschaftlichen Umbruch aneinanderbindet, mit analytischer Schärfe und ohne die Beteiligten zu entlasten. Wer den Film heute sieht, begegnet damit zugleich einer Erzählung über das Verschwinden einer Ordnung und einem Werk, das selbst aus einer weit zurückliegenden Zeit stammt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Burt Lancaster als Prince Fabrizio Corbera of Salina
- Claudia Cardinale als Angelica Sedara / Bastiana
- Alain Delon als Tancredi Falconeri
- Paolo Stoppa als Don Calogero Sedara
- Rina Morelli als Princess Maria Stella Corbera of Salina
- Romolo Valli als Father Pirrone
- Terence Hill als Count Cavriaghi
- Pierre Clémenti als Francesco Paolo
- Lucilla Morlacchi als Concetta Corbera
- Giuliano Gemma als Garibaldi's General
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Verfügbarkeit
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