Die seltsame Liebe der Martha Ivers (1946)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lewis Milestone |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 115 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1946-08-19 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 3.250.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (195 Stimmen) |
Worum es geht
Martha wächst im Haus ihrer Tante, Mrs. Ivers, auf, einer herrischen Frau, die als reichste Bürgerin Iverstons über die Stadt wacht. Der Kontakt zu dem herumstreunenden Sam ist der alten Dame ein Dorn im Auge. In einer regnerischen Nacht eskaliert ein Streit zwischen Martha und ihrer Tante so weit, dass diese zu Tode kommt. Zeugen sind der junge Walter O'Neil und dessen Vater, der seinen Sohn aus finanziellen Erwägungen mit Martha verheiraten will. Das Wissen um die Tat wird zum Druckmittel: Martha bleibt straffrei, erbt das Vermögen, muss aber Walter heiraten. Jahre später ist sie eine mächtige Geschäftsfrau, die die Stadt beherrscht und ihren Mann verachtet. Als Sam zurückkehrt und sich der mittellosen Toni zuwendet, bringt das alte Spannungen wieder an die Oberfläche.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1946 unter der Regie von Lewis Milestone. Barbara Stanwyck spielt Martha Ivers, an ihrer Seite stehen Van Heflin, Lizabeth Scott und Kirk Douglas. Die Freigabe liegt bei 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Thriller passt zu einer Geschichte, die auf einem lange zurückliegenden Verbrechen aufbaut, das die Beteiligten Jahre später noch im Griff hält. Die Konstellation aus Erpressung, erzwungener Ehe und wirtschaftlicher Macht verlagert den Konflikt von der äußeren Handlung hin zu den Abhängigkeiten zwischen den Figuren. Dass die Tat aus einer Kindheitsszene erwächst und erst Jahrzehnte später ihre volle Wirkung entfaltet, gibt der Erzählung eine zweigeteilte Struktur: ein kurzer, folgenschwerer Moment und ein langes Leben im Schatten davon. Die Rückkehr Sams und seine Zuneigung zu Toni bringen eine Konstellation ins Spiel, die die bestehenden Machtverhältnisse in Iverston infrage stellt, ohne dass die Handlung dabei ihre Ausgangsfrage nach Schuld und Verantwortung verlässt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überragend häufig bewerteten Bereich. Seit seiner Entstehung 1946 sind mittlerweile weit über siebzig Jahre vergangen, was ihn eindeutig als Werk der klassischen Studioära der vierziger Jahre ausweist. Innerhalb der Schnittmenge aus Drama und Thriller steht er für eine Erzählweise, die psychologische Verstrickung über äußere Action stellt und die Auflösung lange hinauszögert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Barbara Stanwyck als Martha Ivers
- Van Heflin als Sam Masterson
- Lizabeth Scott als Antonia 'Toni' Marachek
- Kirk Douglas als Walter O'Neil
- Judith Anderson als Mrs. Ivers
- Roman Bohnen als Mr. O'Neil
- Darryl Hickman als Young Sam
- Janis Wilson als Young Martha
- Ann Doran als Bobbi St. John
- Frank Orth als Hotel Clerk
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Verfügbarkeit
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