Die 120 Tage von Sodom (1976)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Pier Paolo Pasolini |
|---|---|
| Genre | Horror, Drama |
| Laufzeit | 116 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1976-01-10 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Budget | 800.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.800.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,3 (2.368 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Schauplatz ist die Republik von „Salò“, das letzte Refugium italienischer Faschisten kurz vor dem Ende der Mussolini-Herrschaft. Dort inszeniert eine Gruppe sadistischer Großbürger terroristische Grausamkeitsrituale. Junge Männer und Frauen werden als Lust- und Folterobjekte missbraucht und erniedrigt und schließlich in einer Orgie zu Tode gequält.
Hier wird nichts angedeutet, sondern benannt. Was der Film zeigt, ist organisierte Gewalt an Wehrlosen, ausgeübt von Männern, die dafür die Macht und den Ort haben. Im Ergebnis ist das eine Abrechnung mit dem Faschismus. Wer sich dem Titel nähert, sollte wissen, dass die Gewalt nicht ausgespart, sondern zum Gegenstand gemacht wird.
Entstehungsgeschichte
Pier Paolo Pasolini hat den 1976 erschienenen Film inszeniert. Vor der Linse stehen Paolo Bonacelli, Giorgio Cataldi, Uberto Paolo Quintavalle und Aldo Valletti. Der englische Titel lautet Salò, or the 120 Days of Sodom. Die Freigabe erst ab 18 Jahren ist bei diesem Stoff keine Formalie, sondern die zutreffende Kennzeichnung dessen, was gezeigt wird.
Hinter den Kulissen
Horror und Drama prägen den Film, in dieser Reihenfolge. Das ist für einen politisch gemeinten Film ungewöhnlich und zugleich konsequent: Das Grauen wird nicht als Metapher verhandelt, sondern als Handlung ausgestellt. Die Anlage ist die einer geschlossenen Versuchsanordnung. Ein abgegrenzter Ort, eine feststehende Machtverteilung, eine Gruppe von Tätern und eine Gruppe von Opfern, dazu eine zeitliche Befristung, die schon im Titel steht. Aus dieser Anordnung entsteht kein Spannungsbogen im üblichen Sinn, sondern eine Steigerung, deren Richtung von Beginn an feststeht.
Einordnung & Wirkung
6,3 von 10 aus mehreren tausend Stimmen ist eine auffällig zurückhaltende Zahl für einen so bekannten Titel. Sie legt nahe, dass sich das Publikum nicht auf ein gemeinsames Urteil einigt, was bei einem Werk, das die Zumutung zur Methode macht, erwartbar ist. 50 Jahre nach dem Erscheinen hat der Film seine Sperrigkeit behalten.
Bilder








Besetzung & Stab
- Paolo Bonacelli als The Duke
- Giorgio Cataldi als The Bishop
- Uberto Paolo Quintavalle als The Magistrate
- Aldo Valletti als The President
- Caterina Boratto als Signora Castelli
- Elsa De Giorgi als Signora Maggi
- Hélène Surgère als Signora Vaccari
- Sonia Saviange als The Pianist
- Sergio Fascetti als Sergio
- Bruno Musso als Carlo Porro
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Verfügbarkeit
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