Große Vögel - Kleine Vögel (1966)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Pier Paolo Pasolini |
|---|---|
| Genre | Komödie, Fantasy |
| Laufzeit | 88 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1966-05-04 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (376 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Vater und sein Sohn wandern unbekümmert durch Italien, ohne erkennbares Ziel und ohne große Sorgen. Unterwegs schließt sich ihnen ein sprechender Rabe an, der die beiden mit philosophischen Fragen über den Sinn des Lebens aufklären möchte.
Doch Vater und Sohn können mit seinen Ausführungen wenig anfangen. Also verlegt sich der Rabe aufs Erzählen und berichtet von der Legende des Heiligen Franziskus, der seine Mönche dazu aufforderte, den Vögeln zu predigen. Mit der Zeit wird das unablässige Gerede des Vogels den beiden hungrigen Wanderern immer lästiger, und die Frage, wie lange sie ihm noch zuhören wollen, bekommt eine ganz eigene Dringlichkeit.
Entstehungsgeschichte
Pier Paolo Pasolini schuf diese Filmfabel im Jahr 1966. In der Hauptrolle ist der italienische Komiker Totò zu sehen, den Sohn spielt Ninetto Davoli. Femi Benussi und Umberto Bevilacqua ergänzen die Besetzung. Im englischsprachigen Raum trägt der Film den Titel „The Hawks and the Sparrows“. Die Freigabe erfolgte ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Komödie und Fantasy gehen hier eine ungewöhnliche Verbindung ein. Der fantastische Kern ist schnell benannt: ein Rabe, der spricht und philosophiert. Die komische Seite ergibt sich aus dem Zusammenprall zwischen dem belehrenden Vogel und zwei Wanderern, die seinen Gedanken nicht folgen können oder wollen.
Die Form der Fabel erlaubt es, große Fragen in einer einfachen, fast volkstümlichen Geschichte zu verhandeln. Politische Ideologien und christliche Grundwerte werden auf humorvolle Weise daraufhin geprüft, ob sie im Alltag bestehen können. Die eingeschobene Legende vom Heiligen Franziskus fügt eine zweite Erzählebene hinzu, die das Thema der Verkündigung spiegelt. Dass ausgerechnet ein Tier die Rolle des Lehrers übernimmt, verleiht der Anlage eine ironische Note, und der Hunger der beiden Wanderer steht dem abstrakten Denken als handfestes Bedürfnis gegenüber.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,2 von 10 erzielt der Film einen guten Durchschnitt, getragen von einigen hundert Stimmen. Seit seinem Erscheinen sind 60 Jahre vergangen, sodass er heute mit großem historischem Abstand gesehen wird.
Im Bereich der Komödie nimmt der Titel eine Sonderstellung ein, weil er Humor nicht als Selbstzweck einsetzt, sondern als Mittel einer poetischen Meditation über Weltanschauungen. Die Verbindung von Fabel, Legende und Straßenwanderung macht ihn zu einem eigenwilligen Vertreter seines Genres.
Bilder



Besetzung & Stab
- Totò als Totò Innocenti / Frate Cicillo
- Ninetto Davoli als Ninetto Innocenti / Frate Ninetto
- Femi Benussi als Luna
- Umberto Bevilacqua als Incensurato
- Renato Capogna als Mascalzone
- Alfredo Leggi als Mascalzone
- Renato Montalbano als San Francesco
- Flaminia Siciliano als Mascalzone
- Lena Lin Solaro als Urganda
- Giovanni Tarallo als Il Contadino Affamato
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