Der Sträfling und die Witwe (1971)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Pierre Granier-Deferre |
|---|---|
| Genre | Action, Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 92 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1971-09-15 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (104 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Jean ist aus dem Zuchthaus geflohen und sucht Unterschlupf auf einem abgelegenen Hof, den die Witwe Couderc allein bewirtschaftet. Was als kurzer Zwischenstopp gedacht ist, wird zu einem längeren Aufenthalt: Jean packt auf dem Gehöft mit an und wird der älteren Frau bald unentbehrlich. Zwischen den beiden entsteht eine Zuneigung, die keiner von ihnen offen ausspricht. Kompliziert wird die Lage durch Felicie, die sechzehnjährige Nichte der Witwe, die im Nachbarhaus bei der Familie ihres verstorbenen Onkels lebt und dort schikaniert wird. Jean fühlt sich zu dem Mädchen hingezogen, hält aber loyal zu Couderc. Als Gendarmen das Dorf nach dem Flüchtigen durchsuchen, wird ihm das Misstrauen der Dorfgemeinschaft zum Verhängnis.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1971 unter der Regie von Pierre Granier-Deferre. In den Hauptrollen sind Simone Signoret als Witwe Couderc, Alain Delon als Jean, Ottavia Piccolo als Felicie und Jean Tissier zu sehen. Die Freigabe liegt bei 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Liebesfilm und Action-Elementen deutet auf eine Geschichte hin, die zwischen ruhiger Beobachtung des Landlebens und der ständigen Bedrohung durch Jeans Vergangenheit changiert. Die Anlage mit drei Figuren, die durch Alter, Status und Herkunft getrennt sind, aber durch Isolation und gegenseitige Abhängigkeit zusammengeführt werden, verweist auf ein Kammerspiel im ländlichen Setting, in dem soziale Ausgrenzung eine zentrale Rolle spielt. Dass sowohl die Witwe als auch ihre Nichte von der dörflichen Gemeinschaft abgelehnt werden, rückt die Frage nach Zugehörigkeit und Misstrauen gegenüber Außenseitern in den Mittelpunkt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,8 aus einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Titel im soliden Mittelfeld. Seit der Entstehung des Films sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, was ihn in eine Zeit des französischen Kinos einordnet, in der Alain Delon regelmäßig in Rollen zwischen Zärtlichkeit und Zwielicht zu sehen war. Innerhalb der Genremischung aus Drama und Liebesfilm mit Action-Anteilen bleibt er ein eher kleiner, aber klar konturierter Beitrag zum Kino jener Jahre.
Bilder








Besetzung & Stab
- Simone Signoret als la veuve Couderc
- Alain Delon als Jean Lavigne
- Ottavia Piccolo als Félicie
- Jean Tissier als Henri
- Monique Chaumette als Françoise
- Boby Lapointe als Désiré
- Pierre Collet als le commissaire Mallet
- Jean-Pierre Castaldi als l'inspecteur
- Robert Favart als le préfet
- André Rouyer als un gendarme
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Verfügbarkeit
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