Die Katze (1971)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Pierre Granier-Deferre |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 87 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1971-04-24 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (121 Stimmen) |
Worum es geht
Julien und Clémence sind ein altes Ehepaar, das in einem Viertel am Stadtrand lebt, das sich sichtbar verändert: Wo einst kleine Häuser standen, wachsen nun Wohnblöcke und Hochhäuser. Zwischen den beiden herrscht seit langem eine schwere, erstickende Stille, doch keiner von beiden will das gemeinsame Haus aufgeben. Als Julien eines Tages eine herrenlose Katze mit nach Hause bringt, verändert sich das ohnehin fragile Gleichgewicht. Clémence reagiert mit Eifersucht und wachsender Wut, denn sie fühlt sich durch die Zuneigung, die ihr Mann dem Tier entgegenbringt, zunehmend ausgeschlossen und übersehen.
Entstehungsgeschichte
„Die Katze“ entstand 1971 unter der Regie von Pierre Granier-Deferre. Der Film ist als Drama angelegt und ab 16 Jahren freigegeben. In den Hauptrollen sind Jean Gabin und Simone Signoret zu sehen, unterstützt von Annie Cordy und Jacques Rispal.
Hinter den Kulissen
Dass sich die gesamte Geschichte um zwei alternde Eheleute und ein einziges Tier als Auslöser für Eskalation dreht, verweist auf ein Kammerspiel im Kern: Der Konflikt entsteht nicht aus äußeren Ereignissen, sondern aus jahrelang angestauter Kälte, die durch eine Kleinigkeit sichtbar wird. Die Wahl, die Handlung in einem Viertel im Umbruch anzusiedeln, in dem alte Häuser Hochhäusern weichen, spiegelt die Lage der beiden Figuren: Menschen, die sich weigern, sich einer Veränderung zu beugen, während ihre Umgebung sich längst gewandelt hat. Die Katze selbst fungiert dabei weniger als Nebenfigur denn als Projektionsfläche für Zuneigung, die zwischen den Eheleuten offenbar längst verloren gegangen ist.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,4 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt der Film zu den solide bewerteten, aber nicht breit diskutierten Werken seines Genres. Seit der Entstehung sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, was den Film in eine Zeit einordnet, in der das Ehedrama als eigenständige, oft auf wenige Figuren konzentrierte Erzählform etabliert war. Innerhalb dieses schmalen, figurenzentrierten Dramas steht „Die Katze“ für eine Erzählweise, die auf große äußere Handlung verzichtet und stattdessen auf die schleichende Zuspitzung zwischenmenschlicher Spannungen setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean Gabin als Julien Bouin
- Simone Signoret als Clémence Bouin
- Annie Cordy als Nelly, boss of the Floride hotel
- Jacques Rispal als Doctor
- Harry-Max als Retiree, ex-colleague of Julien
- Carlo Nell als Real estate agent
- André Rouyer als Union representative
- Nicole Desailly als Nurse
- Yves Barsacq als Architect
- Renate Birgo als Dairywoman
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Verfügbarkeit
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