Der Spion, der aus der Kälte kam (1965)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Martin Ritt |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 112 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1965-12-16 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (348 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Alec Leamas ist britischer Geheimagent, und seine letzten Einsätze waren wenig bedeutsam. Trotzdem denkt er nicht daran, das Leben im Verborgenen gegen einen Schreibtischposten einzutauschen.
Sein neuer Auftrag in Ostdeutschland verspricht mehr. Leamas soll sich als Überläufer ausgeben. Damit dieser Seitenwechsel glaubwürdig wirkt, sorgt er gezielt dafür, dass er selbst und seine Vorgesetzten in Misskredit geraten, bis man ihn schließlich aus dem britischen Geheimdienst entfernt.
Der Plan scheint aufzugehen: Es fällt ihm nicht schwer, Zugang zu den kommunistischen Spionagekreisen zu finden. Doch je tiefer Leamas in dieses Geflecht gerät, desto deutlicher zeichnet sich ab, dass der Auftrag nicht das ist, was er zu sein scheint, und dass er selbst in einem Spiel steckt, dessen Regeln er nicht kennt.
Entstehungsgeschichte
Martin Ritt inszenierte den Film im Jahr 1965, der englische Titel lautet The Spy Who Came In from the Cold. Richard Burton spielt die Hauptrolle, Claire Bloom, Oskar Werner und Sam Wanamaker vervollständigen die Besetzung. Die Geschichte bleibt eng an die Wahrnehmung ihres Protagonisten gebunden. Mit der Freigabe ab 16 Jahren richtet sich der Film an ein erwachsenes Publikum.
Hinter den Kulissen
Als Verbindung von Drama und Thriller setzt der Film weniger auf äußere Spannung als auf innere Zerrissenheit. Leamas ist kein strahlender Held, sondern ein Agent am Rand seiner Laufbahn, der sich bewusst selbst beschädigt, um glaubwürdig zu sein.
Die Anlage der Geschichte kreist um Täuschung auf mehreren Ebenen. Wer sich als Verräter ausgibt, muss sein eigenes Ansehen opfern, und wer so tief in eine Rolle schlüpft, verliert leicht den Überblick darüber, wem er eigentlich dient. Dass der Protagonist selbst zum Werkzeug werden könnte, verleiht dem Stoff eine bittere Note. Spionage erscheint hier nicht als Abenteuer, sondern als zermürbendes Geschäft, in dem Loyalität wenig zählt.
Einordnung & Wirkung
Das Publikum bewertet den Film mit durchschnittlich 7,1 von 10 Punkten, gestützt auf einige hundert Stimmen. Das ergibt ein klar positives Bild.
61 Jahre nach seinem Erscheinen steht der Film für eine nüchterne Spielart des Agentenfilms, die auf Glanz und Technik verzichtet. Innerhalb des Genres gehört er zu den Werken, die Geheimdienstarbeit als moralische Grauzone zeigen.
Bilder







Besetzung & Stab
- Richard Burton als Alec Leamas
- Claire Bloom als Nancy 'Nan' Perry
- Oskar Werner als Fiedler
- Sam Wanamaker als Peters
- George Voskovec als Comrade Karden - Defense Attorney
- Rupert Davies als George Smiley
- Cyril Cusack als Control
- Peter van Eyck als Hans-Dieter Mundt
- Michael Hordern als Ashe
- Robert Hardy als Dick Carlton
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Verfügbarkeit
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