Der Wildeste unter Tausend (1963)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Martin Ritt |
|---|---|
| Genre | Drama, Western |
| Laufzeit | 112 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1963-05-24 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 2.500.000 $ |
| Einspielergebnis | 10.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (371 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Hud Bannon ist ein Draufgänger, und er trägt eine schwere Last: Sein Bruder kam einst bei einem Autounfall ums Leben, den Hud verschuldet hatte. Mit seinem Vater gerät er immer wieder heftig aneinander. Hud will ihn davon überzeugen, ins lukrative Ölgeschäft einzusteigen, doch der Vater will davon nichts wissen und weiter Rinder züchten.
Dann bricht eine Seuche aus, die die gesamte Herde befällt. Alle Tiere müssen getötet werden, und plötzlich steht die Existenz der Familie auf dem Spiel. Die ohnehin angespannte Lage zwischen Vater und Sohn spitzt sich weiter zu, bis ein friedlicher Ausweg kaum noch möglich scheint.
Entstehungsgeschichte
Martin Ritt inszenierte das Drama, das 1963 erschien. Paul Newman spielt Hud Bannon, Melvyn Douglas übernimmt die Rolle des Vaters. Ergänzt wird die Besetzung durch Patricia Neal und Brandon De Wilde. Schon die Verteilung der beiden zentralen Rollen macht deutlich, dass der Konflikt zwischen zwei Generationen den Kern der Geschichte bildet. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Drama und Western verbinden sich hier auf eine Weise, die weniger von Schießereien als von inneren Spannungen lebt. Die Rinderzucht steht für eine gewachsene Lebensweise, das Ölgeschäft für schnellen Gewinn. Im Streit zwischen Vater und Sohn prallen damit zwei Haltungen aufeinander, die weit über eine geschäftliche Entscheidung hinausgehen.
Die Seuche wirkt als Brandbeschleuniger. Sie nimmt der Familie die Grundlage, auf der der Vater beharrt, und verschärft zugleich die Frage, ob Huds Weg nicht doch der richtige wäre. Hinzu kommt die Schuld am Tod des Bruders, die als unausgesprochene Belastung über der Beziehung liegt. Der Western liefert hier den Schauplatz und die Welt der Viehzüchter, das Drama die Tiefe einer zerrütteten Familie.
Einordnung & Wirkung
7,3 von 10 Punkten sind ein deutlich positives Urteil, das sich auf einige hundert Stimmen stützt. 63 Jahre nach dem Erscheinen gehört der Film zu den älteren Titeln seines Genres, deren Themen dennoch nicht verblasst sind: Generationenkonflikt, wirtschaftlicher Druck und die Frage, woran man festhält, wenn die bisherige Lebensgrundlage zerbricht. Innerhalb des Westerns steht er für eine Spielart, die den Konflikt in die Familie verlegt statt auf die offene Prärie.
Bilder








Besetzung & Stab
- Paul Newman als Hud Bannon
- Melvyn Douglas als Homer Bannon
- Patricia Neal als Alma Brown
- Brandon De Wilde als Lon 'Lonnie' Bannon
- Whit Bissell als Mr. Burris
- Crahan Denton als Jesse
- John Ashley als Hermy
- Val Avery als Jose
- George Petrie als Joe Scanlon
- Curt Conway als Truman Peters
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