Martin Ritt
Werdegang
Martin Ritt, geboren am 2. März 1914, begann seine Laufbahn als Schauspieler und Regisseur beim Federal Theater Project und dem Group Theatre und wurde später Assistent von Elia Kazan am Actors Studio. Eine aussichtsreiche Karriere als Fernsehregisseur wurde durch die zweite Rote Angst beendet, bevor er 1957 mit „Edge of the City" seinen ersten Kinofilm drehte. Sein 1958 entstandener „Der lange heiße Sommer" nach William Faulkner erhielt eine Nominierung für die Goldene Palme in Cannes, die erste von drei Nominierungen für ihn als Regisseur. Für „Hud" (1963) folgte eine Oscar-Nominierung als Bester Regisseur, seine Adaption „Der Spion, der aus der Kälte kam" (1965) gewann den BAFTA Award als Bester britischer Film. Später wurden „Sounder" (1972) und „Norma Rae" (1979) jeweils für den Oscar als Bester Film nominiert. Ritt arbeitete mit zahlreichen bekannten Darstellern seiner Zeit zusammen, darunter 13, die Oscars gewannen oder dafür nominiert wurden.
Filmografie bei uns
Im Katalog finden sich acht Filme unter seiner Regie, keine Serien. Die Titel decken einen Zeitraum von 1958 bis 1990 ab, also 32 Jahre, beginnend 44 Jahre nach seinem Geburtsjahr und bis 76 Jahre danach reichend. Vertreten sind vor allem Dramen, daneben Western, Thriller, Komödie und Liebesfilm, was auf ein breites thematisches Spektrum innerhalb ernster Erzählstoffe hindeutet. Zu den Titeln zählen „Der Wildeste unter Tausend", „Der Spion, der aus der Kälte kam", „Norma Rae - Eine Frau steht ihren Mann", „Man nannte ihn Hombre", „Der lange heiße Sommer", „Der Strohmann", „Stanley und Iris" und „Nuts… Durchgedreht".
Einordnung
Die acht Titel bewegen sich in unseren Bewertungen zwischen 6,4 und 7,3, im Schnitt bei 6,9 von 10. Damit liegt keiner der Filme deutlich aus dem Rahmen, die Bewertungen bilden ein recht gleichmäßiges, solides Bild über die gesamte Spanne von drei Jahrzehnten. Der älteste erfasste Titel liegt 32 Jahre vor dem jüngsten, was eine über einen langen Zeitraum konstante Präsenz in unserem Bestand zeigt.