Der Schlachter (1970)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Claude Chabrol |
|---|---|
| Genre | Thriller, Krimi, Drama |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1970-02-27 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (292 Stimmen) |
Worum es geht
Ein Schulausflug an einem heißen Sommertag endet für die Lehrerin Hélène mit einem Schock: Am Wegesrand liegt die Leiche einer Frau, und daneben findet sie ein Feuerzeug, das sie erst kürzlich verschenkt hat – an Popaul Thomas, einen Fleischer, den sie auf der Hochzeit eines Kollegen kennengelernt hatte. Der Mann war ihr sympathisch, beinahe vertraut. Nun drängt sich ihr eine Frage auf, der sie sich kaum stellen will: Könnte er der Mörder sein, nach dem in der Gegend seit einiger Zeit gesucht wird? Die Geschichte bleibt bei diesem Verdacht und der Unsicherheit, die er in Hélène auslöst, ohne die Auflösung vorwegzunehmen.
Entstehungsgeschichte
„Der Schlachter“ entstand 1970 unter der Regie von Claude Chabrol. In den Hauptrollen sind Stéphane Audran als Hélène und Jean Yanne als Popaul Thomas zu sehen, daneben spielen Roger Rudel und Antonio Passalia mit. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Thriller, Krimi und Drama zeigt, dass es hier weniger um eine reine Verbrechensaufklärung geht als um die emotionale Zerrissenheit einer Figur, die zwischen Sympathie und Verdacht gefangen ist. Die Anlage der Handlung – ein zufälliger Fund, ein persönliches Gegenstück, das eine bekannte Person belastet – macht deutlich, dass der Film seine Spannung aus Nähe und Unsicherheit zieht statt aus äußerer Action. Die dramatische Komponente deutet darauf hin, dass die Beziehung zwischen Hélène und Popaul im Zentrum steht, nicht die Ermittlungsarbeit selbst. Dass die Geschichte in einer kleinen, überschaubaren Gemeinschaft angesiedelt ist, verstärkt das Gefühl von Vertrautheit, die plötzlich fragwürdig wird.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film als solide, aber nicht breit diskutierter Titel innerhalb seines Genres einordnen. Seit seiner Entstehung 1970 sind mittlerweile über fünf Jahrzehnte vergangen, was ihn zeitlich klar in eine frühere Phase des psychologischen Kriminalfilms stellt. Innerhalb der Verbindung von Thriller, Krimi und Drama positioniert er sich als Werk, das auf Verunsicherung und zwischenmenschliche Spannung setzt statt auf klassische Ermittlungsdramaturgie – eine Ausrichtung, die ihn von reinen Genreformeln seiner Zeit unterscheidet.
Bilder







Besetzung & Stab
- Stéphane Audran als Hélène Davile, aka 'Mlle Hélène'
- Jean Yanne als Paul Thomas, aka 'Popaul'
- Roger Rudel als Commissioner Grumbach
- Antonio Passalia als Angelo
- Mario Beccara als Léon Hamel
- William Guérault als Charles
- Pascal Ferone als Father Charpy
Weitere Filme von Claude Chabrol
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.