Claude Chabrol
Werdegang
Claude Henri Jean Chabrol wurde am 24. Juni 1930 geboren und zählte zur französischen Nouvelle Vague, die Ende der 1950er Jahre bekannt wurde. Wie Jean-Luc Godard, François Truffaut, Éric Rohmer und Jacques Rivette arbeitete er zunächst als Kritiker der Filmzeitschrift „Cahiers du Cinéma", bevor er selbst zu drehen begann. Seine Karriere startete mit „Le Beau Serge" (1958), einem von Hitchcocks „Im Schatten des Zweifels" inspirierten Werk. Der Thriller wurde zu einer Art Markenzeichen, geprägt von einer distanzierten, objektiven Erzählhaltung, wie sie sich in Filmen mit seiner damaligen Ehefrau Stéphane Audran zeigte. 1978 besetzte er Isabelle Huppert in „Violette Nozière", woraufhin die beiden weitere Filme drehten, darunter „Madame Bovary" (1991) und „Biester" (1995).
Filmografie bei uns
Im Katalog sind zehn Spielfilme von Claude Chabrol als Regisseur vertreten, keine Serien. Die Titel decken einen Zeitraum von 1959 bis 2000 ab, also 41 Jahre, beginnend 29 Jahre nach seiner Geburt bis 70 Jahre danach. Genrelich dominieren Drama, Thriller und Krimi, ergänzt um Historie und Mystery – insgesamt fünf Genres, was die Bandbreite seines Schaffens zwischen Gesellschaftsdrama und Verbrechensstoff widerspiegelt. Zu den gelisteten Werken zählen „Der Schlachter" (1970), „Die untreue Frau" (1969), „Madame Bovary" (1991) und „Biester" (1995).
Einordnung
Die zehn Titel erreichen bei uns Bewertungen zwischen 6,1 und 7,3 von 10, im Schnitt 6,8 von 10. Damit bewegt sich die Bewertungsspanne recht eng im mittleren bis oberen Bereich, ohne deutliche Ausreißer nach unten oder oben. Der älteste Titel liegt über sechs Jahrzehnte zurück, der jüngste rund ein Vierteljahrhundert – eine Spanne, die die lange aktive Zeit Chabrols als Regisseur innerhalb unseres Katalogs zeigt.