Eine Frauensache (1988)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Claude Chabrol |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1988-09-14 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (191 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer französischen Provinzstadt versucht Marie Latour während der deutschen Besatzung, sich und ihre beiden Kinder mit Strickarbeiten durchzubringen. Aus Mitgefühl hilft sie einer Nachbarin bei einer Abtreibung – ein erster Schritt, der ihr Leben verändert. Als ihr Mann Paul nach der Kapitulation zurückkehrt, findet er eine Frau vor, die sich in seiner Abwesenheit gewandelt hat: selbstbewusster, unabhängiger, weniger bereit, sich mit einem kargen Alltag abzufinden. Marie beginnt, regelmäßig Abtreibungen vorzunehmen, mietet dafür ein Zimmer bei ihrer Freundin Lulu, einer Prostituierten, und verschafft sich damit ein Leben mit mehr Komfort. Paul dagegen verliert seine Arbeit erneut und wird zunehmend verbittert. Schließlich beginnt Marie eine Affäre – und als Paul sie mit einem jungen Kollaborateur überrascht, reagiert er auf eine Weise, die ihre Situation grundlegend verändert.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1988 unter der Regie von Claude Chabrol und beruht nach eigener Angabe auf einer wahren Begebenheit. In den Hauptrollen sind Isabelle Huppert als Marie Latour sowie François Cluzet, Nils Tavernier und Marie Trintignant zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Historie verortet die Geschichte fest in ihrer Zeit: Besatzung, Mangel und gesellschaftlicher Umbruch bilden den Rahmen für eine private Entwicklung, die sich gegen die Erwartungen an eine Ehefrau und Mutter jener Jahre stellt. Dass der Stoff als nach wahrer Begebenheit ausgewiesen ist, verleiht der Erzählung eine dokumentarische Schwere, ohne dass der Film sich als reine Chronik versteht – die Anlage der Handlung, mit ihrem Fokus auf Maries schrittweise Emanzipation und den wachsenden Riss zwischen den Eheleuten, macht deutlich, dass es um die Person und ihre Entscheidungen geht, nicht um ein historisches Panorama.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,3 von 10 Punkten bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im soliden oberen Mittelfeld seines Genres. Der Abstand zum Erscheinungsjahr beträgt inzwischen deutlich mehr als drei Jahrzehnte, was die vergleichsweise geringe Stimmenzahl miterklären dürfte. Innerhalb historischer Dramen über die Besatzungszeit nimmt der Film mit seinem Blick auf eine Frau, die aus Not und Selbstbehauptung heraus handelt, eine eigene, unaufgeregt erzählte Position ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Isabelle Huppert als Marie Latour
- François Cluzet als Paul Latour
- Nils Tavernier als Lucien
- Marie Trintignant als Lulu / Lucie
- Guillaume Foutrier als Pierrot 1
- Nicolas Foutrier als Pierrot 2
- Aurore Gauvin als Mouche 1
- Lolita Chammah als Mouche 2
- Marie Bunel als Ginette
- Dominique Blanc als Jasmine
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Verfügbarkeit
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