Der Fall Serrano (1977)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Georges Lautner |
|---|---|
| Genre | Krimi, Thriller |
| Laufzeit | 123 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1977-12-07 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (112 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Geständnis unter Freunden bildet den Ausgangspunkt: Der Abgeordnete Philippe Dubaye vertraut seinem Freund Xavier an, den Politiker und Immobilien-Magnaten Serrano getötet zu haben. Vorausgegangen war ein Streit, in dessen Verlauf Serrano Dubaye unter Drohungen zum Rücktritt von seinem Mandat zwingen wollte. Der Grund dafür liegt in Serranos Gewohnheit, über Jahre hinweg akribisch Dossiers über einflussreiche Politiker anzulegen, Dubaye eingeschlossen. Diese Unterlagen belegen Bestechlichkeit, Unmoral und weitere Verfehlungen zahlreicher mächtiger Personen. Im Verlauf der Geschichte zeigt sich, dass ausgerechnet Dubaye diese brisanten Akten an sich gebracht hat – ein Umstand, der die Ausgangslage zusätzlich verkompliziert und die Frage nach Schuld, Macht und Erpressung in den Mittelpunkt rückt.
Entstehungsgeschichte
„Der Fall Serrano“ entstand 1977 unter der Regie von Georges Lautner. In den Hauptrollen sind Alain Delon, Ornella Muti, Stéphane Audran und Jean Bouise zu sehen. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben und ordnet sich als Krimi mit Thriller-Elementen ein.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Kriminalfilm und Thriller deutet darauf hin, dass es weniger um die Aufklärung einer klassischen Täterfrage geht – diese ist von Beginn an bekannt – als um die Spannung, die aus Machtmissbrauch, politischer Verstrickung und dem Umgang mit brisantem Wissen entsteht. Die Konstellation aus einem Politiker, der ein Geheimnis mit sich trägt, und Dossiers, die halb Europa in Bedrängnis bringen könnten, verlagert den Fokus von der Tat auf ihre Folgen. Die Besetzung mit Alain Delon in der Rolle des Mannes zwischen Schuld und Selbsterhalt passt zu einer Erzählung, die auf moralische Ambivalenz statt auf klare Fronten setzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,5 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film als solide, aber kein herausragend diskutiertes Werk seines Genres einordnen. Seit der Entstehung 1977 sind mittlerweile deutlich mehr als vier Jahrzehnte vergangen, was ihn im heutigen Kontext eher als Zeitdokument politisch-kriminalistischer Erzählkunst der späten 1970er-Jahre erscheinen lässt. Innerhalb des Krimi- und Thriller-Genres reiht er sich in eine Tradition ein, die gesellschaftliche Machtstrukturen als Kulisse für persönliche Verfehlungen nutzt.
Bilder




Besetzung & Stab
- Alain Delon als Xavier 'Xav' Maréchal
- Ornella Muti als Valérie Agostinelli
- Stéphane Audran als Christiane Dubaye
- Jean Bouise als Commissioner Pernais
- Mireille Darc als Françoise
- Michel Aumont als Commissioner Moreau
- Julien Guiomar als Fondari
- Maurice Ronet als Philippe Dubaye
- Klaus Kinski als Nicolas Tomski
- Daniel Ceccaldi als Maître Lucien Lacor
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Verfügbarkeit
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