Der Blade Runner (1982)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ridley Scott |
|---|---|
| Genre | Science Fiction, Drama, Thriller |
| Laufzeit | 118 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1982-06-25 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 28.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 41.722.424 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (15.414 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Los Angeles im November 2019: Dauerregen, Werbetafeln in Hochhausgröße, eine Stadt aus Neon und Industriefeuern. Der Konzern Tyrell baut Replikanten — künstliche Menschen, die auf Kolonien außerhalb der Erde arbeiten und auf der Erde verboten sind. Sechs von ihnen sind zurückgekehrt.
Rick Deckard soll sie aufspüren und töten, wobei der Film das Wort "Hinrichtung" vermeidet und "Aussonderung" sagt. Was die Replikanten wollen, ist banal und unerfüllbar: Ihre Lebensdauer beträgt vier Jahre, und sie suchen ihren Konstrukteur, um mehr Zeit zu bekommen. Am Ende hält ihr Anführer Roy Batty den Mann am Leben, der ihn töten sollte, und stirbt selbst.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist Philip K. Dicks Roman "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" von 1968. Hampton Fancher und David Peoples schrieben das Drehbuch; Dick sah vor seinem Tod 1982 nur Ausschnitte und äußerte sich überraschend positiv.
Ridley Scott hatte kurz zuvor "Alien" gedreht. Die Produktion galt als schwierig: lange Nachtdrehs, Spannungen zwischen Scott und dem Team, Konflikte mit Harrison Ford über die Figur. Die Finanziers verlangten nach negativen Testvorführungen einen Erzählerkommentar von Ford und ein hoffnungsvolles Ende — Ford sprach den Text nach eigener Aussage bewusst lustlos ein.
Hinter den Kulissen
Die Bildwelt entstand fast vollständig praktisch. Douglas Trumbull und sein Team bauten die Stadt als Modellandschaft mit tausenden einzeln beleuchteten Fenstern und fotografierten sie mit langen Belichtungen. Der Dauerregen war eine Entscheidung, die zugleich die Kulissen kaschierte und die Lichtreflexe erzeugte, die den Film ausmachen.
Rutger Hauer schrieb seinen Schlussmonolog in der Nacht vor dem Dreh weitgehend um und kürzte ihn radikal; die berühmteste Zeile über Tränen im Regen ist seine Ergänzung. Vangelis komponierte die Musik auf Synthesizern — eine Partitur, die den Klang der Science-Fiction für Jahrzehnte prägte.
Einordnung & Wirkung
Der Film war 1982 ein kommerzieller Misserfolg; er startete eine Woche nach "E.T." und wurde von der Kritik überwiegend als schön, aber leer abgetan.
Seine Neubewertung begann Mitte der 1980er über Videokassette und Fernsehen. Es existieren sieben verschiedene Fassungen; die von Scott 2007 freigegebene Final Cut gilt als maßgeblich und verzichtet auf Erzähler und Schlusswendung. Der Einfluss ist kaum zu überschätzen: Praktisch jede spätere Darstellung einer dystopischen Großstadt — im Film, im Comic, im Computerspiel — bezieht sich auf diese Bilder. Der Cyberpunk als Genre nahm hier seine visuelle Form an.
Bilder








Besetzung & Stab
- Harrison Ford als Deckard
- Rutger Hauer als Batty
- Sean Young als Rachael
- Edward James Olmos als Gaff
- M. Emmet Walsh als Bryant
- Daryl Hannah als Pris
- William Sanderson als Sebastian
- Brion James als Leon
- Joe Turkel als Tyrell
- Joanna Cassidy als Zhora
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Verfügbarkeit
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