Das verbrecherische Leben des Archibaldo de la Cruz (1955)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luis Buñuel |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Krimi |
| Laufzeit | 89 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1955-05-19 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (182 Stimmen) |
Worum es geht
Ein Kindheitserlebnis lässt Archibaldo nicht los: die Vorstellung, eine Spieldose besitze Macht über Leben und Tod. Als er das Objekt seiner Erinnerung als Erwachsener zufällig wiederfindet, beginnt er, sich mit dessen angeblicher Kraft zu beschäftigen – zunächst spielerisch, dann mit wachsender Faszination. Vier Frauen sterben im Umfeld seiner Fantasien, ohne dass er selbst unmittelbar Hand anlegt. Der Film verfolgt, wie sich Archibaldo zwischen bürgerlicher Fassade und innerer Zwanghaftigkeit bewegt, bis eine Heirat ihn schließlich aus dem Bann der Spieldose und seiner eigenen dunklen Neigungen löst.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Luis Buñuel bei diesem 1955 entstandenen Spielfilm. In den Hauptrollen sind Ernesto Alonso als Archibaldo sowie Miroslava, Rita Macedo und Andrea Palma zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie, Drama und Krimi verweist auf eine Erzählweise, die Gewalt und Tod nicht reißerisch, sondern mit distanziertem, teils bitter-ironischem Blick behandelt. Dass die Todesfälle stets ohne direktes Zutun der Hauptfigur geschehen, macht die Geschichte zu einer Studie über Wunschdenken, Schuldgefühl und die Grenze zwischen Fantasie und Tat. Die Spieldose als kindliches Trauma-Objekt, das im Erwachsenenleben zur Projektionsfläche für Allmachtsfantasien wird, gibt der Handlung eine psychologische Konstruktion, die den Kriminalfall eher als inneres Drama denn als äußere Tatsachenermittlung inszeniert. Die Auflösung durch eine Heirat setzt der zwanghaften Wiederholung ein bürgerlich-konventionelles Ende entgegen, das im Kontrast zu den vorangegangenen Ereignissen steht.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,3 von 10 Punkten bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Titel in einem soliden, aber nicht überwältigend breiten Bewertungsrahmen. Seit der Entstehung 1955 sind mittlerweile 70 Jahre vergangen, was den Film in eine frühe Phase der Auseinandersetzung mit psychologisch grundierten Kriminalstoffen im Kino stellt. Innerhalb der Schnittmenge aus Komödie, Drama und Krimi nimmt er eine ungewöhnliche Position ein, da er die Erwartungen des Kriminalgenres – Tat, Täter, Aufklärung – unterläuft und stattdessen die Innenperspektive einer von Zwängen getriebenen Figur in den Mittelpunkt rückt.
Bilder




Besetzung & Stab
- Ernesto Alonso als Archibaldo de la Cruz
- Miroslava als Lavinia
- Rita Macedo als Patricia Terrazas
- Andrea Palma als Mrs. Cervantes
- Rodolfo Landa als Alejandro Rivas
- Ariadna Welter als Carlota Cervantes
- José María Linares Rivas als Willy Corduran
- Leonor Llausás als The Governess
- Eva Calvo als Señora de la Cruz, Archibaldo's mother
- Enrique Díaz 'Indiano' als Señor de la Cruz, Archibaldo's father
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Verfügbarkeit
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