Das Geständnis (1970)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Costa-Gavras |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 132 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1970-04-29 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (149 Stimmen) |
Worum es geht
Gérard ist ein hoher Funktionär der tschechoslowakischen Regierung, ein Mann, der dem sozialistischen Ideal sein Leben gewidmet hat. Eines Tages wird er von Sicherheitsbeamten abgeholt, ohne dass ihm eine Erklärung gegeben wird. Was folgt, ist ein Verhör, das sich über Wochen zieht: Schlafentzug, Demütigung, endloses Im-Kreis-Gehen in einer Zelle, bis Gérard beginnt, an seiner eigenen Erinnerung zu zweifeln. Die Partei, der er treu gedient hat, verlangt von ihm ein Geständnis zu Verbrechen, die er nicht begangen hat. Der Film verfolgt diesen Prozess der Zermürbung aus nächster Nähe, ohne den Ausgang vorwegzunehmen.
Entstehungsgeschichte
Costa-Gavras inszenierte den Film 1970 als Drama mit Thriller-Elementen. In den Hauptrollen stehen Yves Montand, Simone Signoret, Gabriele Ferzetti und Michel Vitold. Die Freigabe liegt bei 18 Jahren. Die Geschichte beruht auf dem Fall des ehemaligen tschechoslowakischen Vize-Außenministers Anton London, der 1951 im Auftrag der Partei gefoltert wurde, bis er sich fälschlich der Spionage bezichtigte. London war an der Entstehung des Films als Berater beteiligt.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Drama mit Thriller-Struktur macht deutlich, dass es hier nicht um äußere Spannung durch Verfolgung oder Action geht, sondern um die psychologische Zerreißprobe eines Einzelnen gegenüber einem übermächtigen Apparat. Das Schlagwort "Nach wahrer Begebenheit" verweist auf den historischen Kern, den der Film nicht als bloßen Hintergrund nutzt, sondern als eigentliches Zentrum der Erzählung. Dass Montand, der die Diktaturen Osteuropas als Verrat am sozialistischen Ideal verstand, die Hauptrolle übernahm, unterstreicht die politische Schärfe des Stoffs. Die Besetzung mit Signoret, Ferzetti und Vitold deutet auf ein international ausgerichtetes Ensemble hin.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einer eher schmalen Stimmenbasis gehört "Das Geständnis" zu den Titeln, die kein Massenpublikum erreicht haben, aber bei denen, die ihn gesehen haben, deutlich positiv aufgenommen wurden. Seit dem Erscheinungsjahr 1970 sind über fünfzig Jahre vergangen, was den Film zu einem historischen Zeugnis über die Aufarbeitung stalinistischer Schauprozesse im Kino macht. Innerhalb der Kombination aus Drama und Thriller nimmt er eine Position ein, die politische Anklage über Genrekonventionen stellt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Yves Montand als Gérard
- Simone Signoret als Lise
- Gabriele Ferzetti als Kohoutek
- Michel Vitold als Smola
- Jean Bouise als Boss of Factory
- Michel Beaune als Lawyer
- Jacques Rispal als Former Secretary
- Antoine Vitez als Communist Friend
- Michel Robin als Attorney General
- László Szabó als Secret Policeman
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