Der Stellvertreter (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Costa-Gavras |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 132 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-02-27 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7 (389 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Kurt Gerstein, der von 1905 bis 1945 lebte, gehört der Bekennenden Kirche an und steht dem nationalsozialistischen Staat zunächst ablehnend gegenüber. Er wird inhaftiert und aus der NSDAP ausgeschlossen. Um das Dunkelste mit eigenen Augen zu sehen, meldet er sich 1940 freiwillig zur SS.
Als Leiter der Abteilung Gesundheitstechnik am Hygiene-Institut der Waffen-SS erhält er 1942 den Befehl, Zyklon B zu beschaffen. Er wird Zeuge von Massenmorden im Konzentrationslager. Gerstein ist nun selbst Teil des Mordapparats und versucht dennoch, Diplomaten und die Kirche zu unterrichten. Er hofft, dass den Verbrechen der Nationalsozialisten damit Einhalt geboten wird, doch diese Hoffnung erfüllt sich nicht.
Entstehungsgeschichte
Costa-Gavras inszenierte das Drama, das 2002 erschien. Ulrich Tukur, Mathieu Kassovitz, Ulrich Mühe und Michel Duchaussoy prägen die Besetzung. Ab 12 Jahren ist der Film freigegeben, obwohl er sich mit dem Massenmord während der nationalsozialistischen Herrschaft befasst.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Drama und Historie und stellt eine reale Person in den Mittelpunkt. Damit bewegt er sich auf schwierigem Gelände: Er erzählt von Verbrechen, deren Opfer keine erfundenen Figuren sind. Die Geschichte richtet den Blick dabei nicht auf die Täter an der Spitze, sondern auf einen Mann in einer zwiespältigen Lage.
Gerstein ist zugleich Gegner und Beteiligter. Er tritt der SS bei, um zu sehen, was geschieht, und wird damit Teil dessen, was er aufdecken will. Diese Doppelrolle bildet den moralischen Kern der Handlung. Der Film fragt, was ein Einzelner ausrichten kann, wenn er von Verbrechen weiß, und was es bedeutet, wenn jene Stellen, an die er sich wendet, nicht handeln. Die Vergeblichkeit seiner Warnungen macht deutlich, dass Wissen allein nicht genügt, wenn niemand bereit ist, daraus Konsequenzen zu ziehen.
Einordnung & Wirkung
Eine Durchschnittsbewertung von 7,0 von 10 Punkten spricht für eine überwiegend positive Aufnahme. Sie beruht auf einigen hundert Stimmen und damit auf einer tragfähigen Grundlage.
24 Jahre nach dem Erscheinen gehört der Film zu den Historiendramen, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Er wählt dafür nicht den Blick der Opfer oder der Befehlshaber, sondern den eines Mannes, der das Unrecht erkennt und daran scheitert, es aufzuhalten.
Bilder





Besetzung & Stab
- Ulrich Tukur als Kurt Gerstein
- Mathieu Kassovitz als Riccardo Fontana
- Ulrich Mühe als The Doctor
- Michel Duchaussoy als Thr Cardinal
- Marcel Iureș als The Pope
- Ion Caramitru als Count Fontana
- Friedrich von Thun als Gerstein's Father
- Antje Schmidt als Mrs. Gerstein
- Günther Maria Halmer als Pastor Dibelius
- Hanns Zischler als Grawitz
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Verfügbarkeit
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