Avatar - Aufbruch nach Pandora (2009)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | James Cameron |
|---|---|
| Genre | Science Fiction, Action, Abenteuer |
| Laufzeit | 162 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2009-12-16 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 237.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 2.923.706.026 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (34.697 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der querschnittsgelähmte Ex-Marine Jake Sully übernimmt auf dem Mond Pandora den Platz seines verstorbenen Zwillingsbruders in einem Forschungsprogramm. Über einen genetisch gezüchteten Avatar-Körper kann er sich unter den Na'vi bewegen, den drei Meter großen Ureinwohnern des Mondes — offiziell für die Wissenschaft, tatsächlich als Informant für den Konzern RDA, der unter dem größten Siedlungsbaum ein wertvolles Erzvorkommen abbauen will.
Je länger Jake im Avatar-Körper lebt, desto weniger passt er in seinen eigenen. Er lernt die Sprache, wird von Neytiri ausgebildet, versteht das biologische Netzwerk, über das auf Pandora alles Lebende verbunden ist — und steht am Ende zwischen einer Räumung, die längst beschlossen ist, und einer Gemeinschaft, die ihn aufgenommen hat.
Entstehungsgeschichte
James Cameron schrieb ein rund achtzigseitiges Treatment bereits 1994 und wollte den Film direkt nach "Titanic" drehen. Er verschob das Projekt um mehr als ein Jahrzehnt, weil die Technik, die er sich vorstellte, schlicht nicht existierte. Erst nach 2005 begann die eigentliche Entwicklung — parallel zum Film und in weiten Teilen für ihn.
Der Aufwand ging bis in Details, die kein Zuschauer bemerken muss: Cameron beauftragte den Linguisten Paul Frommer damit, für die Na'vi eine vollständige, sprechbare Sprache mit eigener Grammatik und Lautlehre zu entwickeln. Ebenso wurde die Flora und Fauna Pandoras von Biologen und Botanikern durchkonstruiert, samt Erklärungen, warum die Lebewesen so aussehen, wie sie aussehen.
Hinter den Kulissen
Für die Aufnahmen entwickelte Camerons Team das Fusion Camera System, eine kompakte digitale Stereokamera, und die sogenannte Simulcam: Ein virtueller Sucher zeigte dem Regisseur am Set in Echtzeit die fertige CG-Umgebung um die Darsteller herum, statt einen leeren Greenscreen. Für die Gesichter kamen erstmals konsequent am Kopf montierte Kameras zum Einsatz, deren Aufzeichnung Weta Digital in Neuseeland auf die Na'vi-Gesichter übertrug.
Die Darsteller absolvierten vor Drehbeginn ein mehrwöchiges Trainingslager: Bogenschießen, Reiten, Sprechunterricht in Na'vi und Zeit in der Natur, damit die Bewegungen der Figuren nicht wie Studioarbeit wirken.
Einordnung & Wirkung
"Avatar" gewann drei Oscars — Kamera, Szenenbild und visuelle Effekte — und wurde mit rund 2,9 Milliarden Dollar der weltweit erfolgreichste Film aller Zeiten. "Avengers: Endgame" übernahm den Rekord 2019 kurzzeitig; nach der Wiederaufführung 2021 in China holte "Avatar" ihn zurück.
Die Kritik lobte die technische Leistung und bemängelte die Vorhersehbarkeit der Handlung, deren Grundmuster oft mit "Der mit dem Wolf tanzt" oder "Pocahontas" verglichen wird. Der industrielle Effekt war trotzdem enorm: Der Film löste den 3D-Boom der frühen 2010er aus und beschleunigte weltweit die Umrüstung der Kinos auf digitale Projektion — eine Infrastrukturveränderung, die deutlich länger nachwirkte als die 3D-Welle selbst.
Bilder








Besetzung & Stab
- Sam Worthington als Jake Sully
- Zoe Saldaña als Neytiri
- Sigourney Weaver als Dr. Grace Augustine
- Stephen Lang als Colonel Miles Quaritch
- Michelle Rodriguez als Trudy Chacon
- Giovanni Ribisi als Parker Selfridge
- Joel David Moore als Norm Spellman
- CCH Pounder als Mo'at
- Wes Studi als Eytukan
- Laz Alonso als Tsu'Tey
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