Abend ohne Alibi (1971)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Dino Risi |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Krimi |
| Laufzeit | 100 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1971-12-18 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (121 Stimmen) |
Worum es geht
Ein unbestechlicher Richter namens Bonifazi verbeißt sich in die Ermittlungen gegen den römischen Industriellen Lorenzo Santenicito. Der Mann sitzt an der Spitze zahlreicher Gesellschaften, gilt als skrupelloser Geschäftemacher, schlechter Ehemann und unwürdiger Sohn, und Bonifazi ist überzeugt, dass er eine Prostituierte auf dem Gewissen hat. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Konflikt, der weit über die eigentliche Tatfrage hinausgeht: Kann man jemanden verurteilen für das, was er verkörpert, nicht für das, was er tat? In einer Szene, die aus dem sonstigen Ton herausfällt, sitzen sich Richter und Industrieller in einem einfachen Strandlokal gegenüber, beide lügen sich etwas vor, und doch entsteht für einen Moment etwas wie Aufrichtigkeit zwischen ihnen. Santenicito, der sonst nur Macht und Korruption um sich hat, scheint gerade bei diesem einen unbestechlichen Mann nach Anerkennung zu suchen.
Entstehungsgeschichte
Der italienische Film entstand 1971 unter der Regie von Dino Risi. In den Hauptrollen sind Ugo Tognazzi und Vittorio Gassman zu sehen, an ihrer Seite Ely Galleani und Yvonne Furneaux. Er verbindet Komödie, Drama und Krimi zu einer Erzählung, die sich zwischen Gerichtssaal und Gesellschaftsporträt bewegt.
Hinter den Kulissen
Die Mischung aus Krimi, Drama und komödiantischen Elementen deutet auf einen Film, der seinen Kriminalfall nicht als reines Spannungsvehikel nutzt, sondern als Anlass, Macht, Schuld und Doppelmoral zu verhandeln. Dass ein Richter und ein Industrieller die zentrale Konstellation bilden, verweist auf ein Interesse an Institutionen und ihrem Verhältnis zu Geld und Einfluss. Die Szene im Strandlokal, in der beide Figuren lügen und dennoch etwas Wahres zulassen, zeigt eine Erzählform, die auf Ambivalenz statt auf klare moralische Fronten setzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer noch überschaubaren Stimmenzahl bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überbordend breit diskutierten Bereich. Seit seiner Entstehung 1971 sind mittlerweile über fünfzig Jahre vergangen, was ihn als Zeitzeugnis eines bestimmten italienischen Gesellschaftsblicks der frühen Siebziger erscheinen lässt. Innerhalb der Kombination aus Krimi und Gesellschaftsdrama nimmt er mit seiner moralisch verschachtelten Konfrontation zweier ungleicher Männer eine eigene Position ein.
Bilder






Besetzung & Stab
- Ugo Tognazzi als Mariano Bonifazi
- Vittorio Gassman als Lorenzo Santenocito
- Ely Galleani als Silvana Lazzorini
- Yvonne Furneaux als Lavinia Santenocito
- Michele Cimarosa als Maresciallo Casciatelli
- Renato Baldini als Ragionier Cerioni
- Pietro Tordi als Professor Rivaroli
- Maria Teresa Albani als Silvana's mother
- Checco Durante als Archivist Pironti
- Simonetta Stefanelli als 'Giugi' Santenocito
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Verfügbarkeit
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