Der Duft der Frauen (1974)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Dino Risi |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1974-12-20 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (268 Stimmen) |
Worum es geht
Fausto war Offizier, bis eine Bombe ihm vor sieben Jahren das Augenlicht nahm. Geblieben sind Sarkasmus und eine Verbitterung, die er hinter Aggressivität versteckt. Als der junge Adjutant Giovanni den Auftrag erhält, ihn auf einer Reise nach Neapel zu begleiten, erlebt er einen Mann, der trotz seiner Blindheit alles um sich herum zu erfassen scheint – vor allem Frauen, die er am Duft erkennt und beschreibt. Fausto ist eitel, achtet auf seinen Gang und tut, als sei ihm nichts widerfahren. In Neapel begegnet er Vincenzo, einem ebenfalls blinden Mann, mit dem ihn eine lange Vertrautheit verbindet. Zwischen den beiden entsteht ein Plan, den sie in der kommenden Nacht umsetzen wollen – ein Vorhaben, das über das Reisen und Beobachten weit hinausgeht.
Entstehungsgeschichte
„Der Duft der Frauen“ entstand 1974 unter der Regie von Dino Risi. In den Hauptrollen sind Vittorio Gassman als Fausto und Alessandro Momo als Giovanni zu sehen, an ihrer Seite Agostina Belli und Moira Orfei. Der Film verbindet Komödie und Drama zu einer Erzählung, die zwischen leichtem Ton und ernstem Kern wechselt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Drama passt zur Anlage der Geschichte: Ein blinder, eitler Mann, der die Welt über Gerüche und Klänge liest, bietet Stoff für komische Beobachtungen, während im Hintergrund eine existenzielle Schwere mitläuft. Die Reise zweier ungleicher Männer – der junge, unerfahrene Giovanni und der abgeklärte, verletzte Fausto – ist als klassische Konstellation angelegt, die Nähe zwischen Beobachtung und Bekenntnis entstehen lässt. Dass Fausto seine Behinderung überspielt, statt sie anzunehmen, deutet auf einen Charakter hin, dessen Witz auch Schutzmechanismus ist. Die Begegnung mit Vincenzo, einem zweiten blinden Mann, verschiebt die Geschichte von der äußeren Reise hin zu etwas Innerem, das erst gegen Ende offenbar wird.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,4 bei einer noch schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im oberen Bereich, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen lässt. Zwischen dem Erscheinungsjahr 1974 und heute liegen über fünf Jahrzehnte, was den Film als frühes Beispiel dafür zeigt, wie italienisches Kino Komik und ernste Themen wie Verlust und Selbstbestimmung in einer Figur zusammenführte, ohne die eine der anderen unterzuordnen.
Bilder






Besetzung & Stab
- Vittorio Gassman als Fausto Consolo
- Alessandro Momo als Giovanni Bertazzi, aka Ciccio
- Agostina Belli als Sara
- Moira Orfei als Mirka
- Franco Ricci als Giacomino
- Elena Veronese als Michelina
- Lorenzo Piani
- Stefania Spugnini als Candida
- Torindo Bernardi als Vincenzo
- Marisa Volonnino als Ines
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Verfügbarkeit
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