Ziemlich beste Freunde (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Éric Toledano |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 112 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-11-02 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 13.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 426.590.315 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,3 (18.829 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Philippe ist seit einem Gleitschirmunfall vom Hals abwärts gelähmt und sucht einen Pfleger. Die Bewerber sagen alle dasselbe, mit demselben mitfühlenden Tonfall. Driss aus der Pariser Vorstadt kommt nur, um eine Unterschrift für seinen Antrag auf Arbeitslosengeld zu bekommen, und will die Stelle ausdrücklich nicht.
Philippe stellt ihn ein, genau deshalb: Driss behandelt ihn nicht wie einen Kranken. Er macht Witze über die Behinderung, vergisst die Medikamente und schiebt den Rollstuhl schneller, als er sollte. Der Film erzählt daraus eine Freundschaft zwischen zwei Männern, die sozial nichts verbindet, und hält sich dabei konsequent vom Rührstück fern — auch weil er Driss' Lebensumstände nicht beschönigt.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist eine wahre Geschichte: Philippe Pozzo di Borgo, früherer Leiter eines Champagnerhauses, veröffentlichte 2001 ein Buch über seinen Unfall und über Abdel Sellou, der ihn jahrelang betreute. Eine Fernsehdokumentation über beide machte Éric Toledano und Olivier Nakache auf den Stoff aufmerksam.
Die Regisseure trafen Pozzo di Borgo und Sellou persönlich und arbeiteten mit deren Einverständnis. Eine Änderung nahmen sie bewusst vor: Sellou stammt aus Algerien, im Film ist Driss senegalesischer Herkunft — die Rolle wurde für Omar Sy geschrieben, den die Regisseure aus früheren gemeinsamen Arbeiten kannten.
Hinter den Kulissen
François Cluzet spielt die gesamte Rolle ohne Bewegung unterhalb des Halses; er studierte dafür bei Betroffenen Atmung, Kopfhaltung und Blickführung. Die Herausforderung war, mit den Mitteln zu arbeiten, die bleiben — Mimik, Stimme, Timing.
Gedreht wurde überwiegend in Paris, das Stadthaus Philippes ist ein reales Anwesen. Der Soundtrack verbindet Ludovico Einaudis Klaviermusik mit Earth, Wind & Fire — die musikalische Trennung der beiden Welten ist im Film ein durchgehendes Mittel und wird in der Geburtstagsszene aufgelöst, in der beide aufeinandertreffen.
Einordnung & Wirkung
Der Film wurde in Frankreich zu einem der erfolgreichsten überhaupt und spielte weltweit über 425 Millionen Dollar ein — für eine französischsprachige Produktion ein außergewöhnliches Ergebnis. Omar Sy gewann den César als bester Hauptdarsteller und setzte sich dabei unter anderem gegen Jean Dujardin durch, der im selben Jahr für "The Artist" den Oscar erhielt.
Die Kritik war überwiegend positiv, in den USA jedoch geteilt: Mehrere Stimmen warfen dem Film vor, mit Driss ein Klischee zu bedienen — den unbeschwerten Schwarzen Mann, der einem weißen Reichen Lebensfreude beibringt. In Frankreich wurde diese Lesart weit weniger geteilt. Eine amerikanische Neuverfilmung erschien 2017 mit Bryan Cranston und Kevin Hart und blieb deutlich hinter dem Original zurück.
Bilder








Besetzung & Stab
- François Cluzet als Philippe
- Omar Sy als Driss
- Anne Le Ny als Yvonne
- Audrey Fleurot als Magalie
- Joséphine de Meaux als La DRH société de courses
- Clotilde Mollet als Marcelle
- Alba Gaïa Bellugi als Elisa
- Cyril Mendy als Adama
- Salimata Kamate als Fatou
- Absa Diatou Toure als Mina
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Verfügbarkeit
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