Weißer Terror (1962)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roger Corman |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 83 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1962-05-14 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 90.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (118 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer erfundenen Kleinstadt im Süden der USA, in den fünfziger Jahren, taucht eines Tages ein Fremder auf: Adam Cramer, ein Mann mit rhetorischem Geschick und tief sitzenden Vorurteilen gegenüber Schwarzen und allem, was er als fremd empfindet. Offiziell reist er ohne erkennbaren Auftrag, doch schon bald zeigt sich, worum es ihm geht. Anlass ist die bevorstehende Integration der örtlichen Schule, ein Ereignis, das Cramer nutzt, um alte Ängste und Ressentiments der weißen Bevölkerung zu schüren. Über undurchsichtige Verbindungen zum lokalen Ku-Klux-Klan gelingt es ihm, die Stimmung gegen die schwarze und die jüdische Gemeinschaft sowie gegen vermeintliche Kommunisten aufzuheizen. Der Film beobachtet, wie aus Worten Handlungen werden und wie sich eine Gemeinschaft durch gezielte Aufwiegelung verändern lässt.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Roger Corman, der Film entstand 1962 als Spielfilmdrama. In den Hauptrollen sind William Shatner, Frank Maxwell, Beverly Lunsford und Robert Emhardt zu sehen. Der deutsche Titel lautet "Weißer Terror", im Original heißt der Film "The Intruder". Freigegeben ist er ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Dass der Film sich allein dem Genre Drama zuordnet, verrät bereits die Herangehensweise: Es geht nicht um Actionmomente oder Genreeffekte, sondern um die psychologische und gesellschaftliche Mechanik von Hetze. Die Konzentration auf eine einzelne Figur, die als Auslöser fungiert, macht deutlich, wie sehr die Erzählung auf Manipulation und Gruppendynamik zielt statt auf äußere Ereignisse. Dass Rassismus, Antisemitismus und Antikommunismus in einem Atemzug genannt werden, zeigt, dass der Film verschiedene Formen der Ausgrenzung als Teil eines gemeinsamen Musters begreift, nicht als isolierte Einzelphänomene.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,2 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt der Film zu den Titeln, die abseits eines breiten Publikums bewertet wurden, aber konstant positiv abschneiden. Seit seiner Entstehung 1962 sind über sechs Jahrzehnte vergangen, was den Film als frühes Beispiel eines expliziten Dramas über Rassismus im US-amerikanischen Kino jener Zeit erscheinen lässt. Innerhalb des Genres Drama markiert er einen Ansatz, der gesellschaftliche Konflikte direkt und ohne Umwege thematisiert.
Bilder








Besetzung & Stab
- William Shatner als Adam Cramer
- Frank Maxwell als Tom McDaniel
- Beverly Lunsford als Ella McDaniel
- Robert Emhardt als Verne Shipman
- Leo Gordon als Sam Griffin
- Charles Barnes als Joey Greene
- Charles Beaumont als Mr. Paton
- Katherine Smith als Ruth McDaniel
- George Clayton Johnson als Phil West
- William F. Nolan als Bart Carey
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Verfügbarkeit
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