Urteil von Nürnberg (1961)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Stanley Kramer |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 186 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1961-12-18 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 3.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 10.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 8 (989 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Nürnberg, 1948. Vor einem amerikanischen Gericht stehen vier deutsche Juristen. Die Anklage wirft ihnen vor, offenkundig ungerechte Gesetze angewandt, Sterilisierungen zugelassen und zur Vernichtung der jüdischen Bevölkerung beigetragen zu haben. Auf der Anklagebank sitzen ein Rechtsgelehrter, ein Untersuchungsrichter und zwei Beamte.
Ihnen gegenüber sitzen drei amerikanische Juristen. Deren Vorsitzender hat zuvor in einer kleinen Provinzstadt Recht gesprochen — ein Mann ohne große Bühne, der nun über die Anwendung des Rechts selbst urteilen soll. Die Vorwürfe sind erdrückend und durch genaue Zeugenaussagen belegt. Doch die Weltpolitik durchlebt eine kritische Phase, und die amerikanischen Behörden hätten gern ein Urteil, das beim deutschen Volk nicht allzu unpopulär ausfällt. Zwischen diesen beiden Ansprüchen muss der Vorsitzende sich entscheiden.
Entstehungsgeschichte
Stanley Kramer führte Regie bei dem Werk, das 1961 erschien. Spencer Tracy, Richard Widmark, Maximilian Schell und Burt Lancaster tragen die Besetzung. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Drama und Historie und kreist um Richter und einen Gerichtsfall, um Konzentrationslager, Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg. Die Kombination beschreibt die Anlage genau: Der Stoff verhandelt Geschichte nicht als Rückblende, sondern über die Form des Prozesses. Alles Entscheidende wird gesprochen, nicht gezeigt.
Daraus folgt eine besondere Zuspitzung. Angeklagt sind nicht Befehlshaber, sondern Juristen — also Menschen, deren Werkzeug das Gesetz war. Damit richtet sich die Frage nach Schuld auf einen Bereich, der sich gern auf Vorschriften beruft. Der Gegensatz zwischen dem Gewissen des Vorsitzenden und dem politischen Wunsch nach Zurückhaltung liefert die zweite Ebene.
Einordnung & Wirkung
Aus einigen hundert abgegebenen Stimmen ergibt sich eine Durchschnittsbewertung von 8,0 von 10. Das ist ein hoher Wert, der bei dieser Stimmenzahl auf ein Publikum verweist, das den Film gezielt aufsucht.
Fünfundsechzig Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Gegenstand unverändert ernst. Der Film behandelt reale Verbrechen und verzichtet darauf, sie in ein Spannungsmuster zu übersetzen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Spencer Tracy als Dan Haywood
- Richard Widmark als Tad Lawson
- Maximilian Schell als Hans Rolfe
- Burt Lancaster als Ernst Janning
- Marlene Dietrich als Mrs. Bertholt
- Judy Garland als Irene Hoffman Wallner
- Montgomery Clift als Rudolph Petersen
- William Shatner als Harrison Byers
- Werner Klemperer als Emil Hahn
- Kenneth MacKenna als Kenneth Norris
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Verfügbarkeit
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